Unse­re Jap­an­rei­se — Teil 4 (Kyo­to)

Im letz­ten Teil unse­rer Jap­an­rei­se geht es nach Kyo­to. Dort ver­brauch­ten wir vier Tage bevor wir wie­der zurück nach Deutsch­land flo­gen. Wäh­rend Tokyo/Yokohoma vie­le Ein­kaufs- und Frei­zeit­mög­li­chen­kei­ten bot und unse­re Zeit in Ata­mi sehr erhol­sam war, hat uns Kyo­to vor allem wegen sei­nem kul­tu­rel­lem Ange­bot sehr gut gefal­len. Die Atmo­sphä­re der Stadt ist nicht ver­gleich­bar mit dem bun­ten Trei­ben in Tokyo. In Kyo­to gibt es vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten, Tem­pel und Gär­ten die zum ver­wei­len und bum­meln ein­la­den. Hier könnt ihr unse­re vori­gen Rei­se­be­rich­te lesen: Teil 1 aus Tokyo, Teil 2 aus Tokyo und Teil 3 aus Atami/Yokohama.

Mit dem Bus fuh­ren wir am Mor­gen von der Feri­en­woh­nung zum Bahn­hof in Ata­mi. Da die Woh­nung auf einem Berg lag, fuh­ren wir eini­ge Ser­pen­ti­nen ent­lang, was ich mit dem Bus recht aben­teu­er­lich emp­fand. 

Am Bahn­hof stie­gen wir schließ­lich um in den japa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug , den Shink­an­sen. Nicht nur Aus­län­der, auch Japa­ner sind begeis­tert von dem Design des Zuges wie das Foto oben beweist. An den Glei­sen sind über­all Absper­run­gen, da der Zug mit erhöh­ter Geschwin­dig­keit durch den Bahn­hof fährt.

Fun Facts: Die Höchst­ge­schwin­dig­keit des Shink­an­sen beträgt bis zu 320 km. Er fährt seit über 50 Jah­ren (trotz Erd­be­ben) nahe­zu Unfall­frei und hat eine durch­schnitt­li­che Ver­spä­tung von 30 Sekun­den (!). Lie­be deut­sche Bahn, bit­te schnei­det euch davon eine dicke Schei­be ab. Dan­ke. 

Am Bahn­hof haben wir uns für die Fahrt noch zwei Eki­ben (Zug­ben­to) gekauft. Hier das Eko­ben mei­nes Man­nes mit Lachs, Kama­bo­ko (Fisch­ku­chen), Tem­pura, Tsuke­mo­no (Pick­les) und Gemü­se.

Mein Eki­ben bestand aus Ina­ri Sushi (frit­tier­te Tofu­taschen mit Reis) und Sushi­ma­ki. Dazu hat­ten wir gekühl­ten Grün­tee und Gers­ten­tee.

Wir sind ca. 3 Stun­den gefah­ren und kamen am Nach­mit­tag in Kyo­to an. Nach einem Fuß­weg von 20 Minu­ten kamen wir in unse­rem Hotel an.

Wir haben uns für unse­re ers­te Nacht in Kyo­to einem Ryo­kan gegönnt. Ein Ryo­kan ist ein tra­di­tio­nel­les Hotel mit einem Onsen (hei­ßer Ther­mal­quel­le). Unser Ryo­kan hieß Ohan­abo und ist eines der güns­ti­ge­ren Ryo­kan. Dafür liegt es zen­tral und ist nicht weit weg vom Bahn­hof.

Nach einer freund­li­chen Begrü­ßung durch das Per­so­nal, wur­den wir auf unser Zim­mer geführt. Dort wur­de uns grü­ner Tee und Süßig­kei­ten ser­viert. Das Gepäck wur­de für uns in den ers­ten Stock getra­gen.

 

Das Ryo­kan ist tra­di­tio­nel­les japa­ni­sches Haus mit Schie­be­tü­ren aus Holz und mit Tata­mi Stroh­mat­ten aus­ge­legt. Es gibt ein Gemein­schafts­bad für Män­ner und Frau­en getrennt. Das Onsen ist eben­falls nach Männ­lein und Weib­lein getrennt. Lei­der gab es nur ein Indoor Onsen. In Ata­mi hat­ten wir das Glück in einem Ryo­kan ein Außenon­sen nut­zen zu kön­nen.

Im ers­ten Stock gab es einen Auf­ent­halts­raum mit Sitz­ecke und Fern­se­her. In den Zim­mern sel­ber gab es auch einen Fern­se­hen, einen klei­nen Kühl­schrank, eine Kli­ma­an­la­ge und wei­te­re Decken auf unse­ren Zim­mern. Der Auf­ent­halt im Ohan­abo hat uns sehr gut gefal­len. Der Ser­vice war unglaub­lich höf­lich und zuvor­kom­mend

Wie in jedem Ryo­kan bekommt man für den Auf­ent­halt einen Yuka­ta (lege­ren Kimo­no) gestellt. Außer­dem fan­den wir in dem Körb­chen noch vie­le Kos­me­tik­pro­ben.

Das Ohan­abo liegt an einer Ver­kehrs­stra­ße direkt gegen­über des Tem­pels Higa­shi Hon­gan ji. Beson­ders laut war es trotz der Stra­ße aber nicht.

Wir beschlos­sen den Nach­mit­tag für einen Spa­zier­gang zu nut­zen. Auf dem obren Foto seht ihr den Ein­gang des Higa­shi Hon­gan ji. Vor den Mau­ern des Tem­pels ent­deck­ten wir einen Fisch­rei­her, der unge­ach­tet des Ver­kehrs und der Men­schen, im Gebüsch gelan­det war und dort kurz ver­weil­te.

Mein  Mann hat­te schon vor recher­chiert und einen Bon­sai­la­den in Kyo­to aus­fin­dig gemacht. 

Der Laden war wirk­lich toll. Die Bon­sai­bäum­chen stan­den, dicht an dicht — einer schö­ner als der ande­re.

In vie­len Gefä­ßen tum­mel­ten sich klei­ne Fische und schwärm­ten aus, wenn man näher kam.

Wir hät­ten ger­ne ein paar Bäu­me mit­ge­nom­men, aber die Bon­sai durch den Zoll zu bekom­men wäre schwie­rig gewor­den. Vor der Ein­fuhr müs­sen die Bäu­me näm­lich eini­ge Wochen in Qua­ran­tä­ne blei­ben, um die Gefahr aus­zu­schlie­ßen Para­si­ten ein­zu­schlep­pen.

Der Laden hat­te auch einen klei­nen Raum mit Bon­sai Scha­len und Zube­hör.

Die Scha­len waren wun­der­schön. Vie­le Kera­mi­ken hat­ten aber zum Teil drei­stel­li­ge Prei­se (!).

Wie auch im Bon­sai­mu­se­um in Tokyo, dass wir am Anfang unse­rer Rei­se besucht haben, gab es einen Inu Shi­ba (Hun­de­ras­se). Der Hund war wohl noch sehr jung, denn er war sehr quir­lig.

Am spä­ten Nach­mit­tag sind wir dann zurück ins Ohan­abo. Da wir im Ryo­kan kein Abend­essen mit gebucht hat­ten, haben wir uns eine Emp­feh­lung geben las­sen.

Das Per­so­nal emp­fohl uns eine Rei­he an Restau­rants. Unse­re Wahl fiel auf ein japa­ni­sches Restau­rant im Ise­tan Kauf­haus.

In den Schau­fens­tern sind die Gerich­te als Plas­tik­mo­dell aus­ge­stellt. Das gibt es oft in Japan und macht es Aus­län­dern ohne japa­nisch Kennt­nis­se leicht Essen zu bestel­len.

Wir bestel­len ein Menu. Als das Essen kam, war ich schier begeis­tert! Die Spei­sen sahen aus wie ein klei­ne Kunst­wer­ke. Über­all waren Töp­fe und Schäl­chen mit fei­nen Sachen.

In der Tee­kan­ne befand sich eine kla­re Gemü­se­sup­pe mit Tofu, auch Dobin­mu­shi genannt. Auf einem Tel­ler befand sich Tem­pura (frit­tier­tes Gemü­se )und Ebi Fry (frit­tier­te Gar­ne­le).

Wenn man den Deckel des schwar­zen Gefä­ßes öff­ne­te fand man eine klei­ne Aus­wahl an Tsuke­mo­no (ein­ge­leg­tem Gemü­se). Unter der Tsuke­mo­no befand sich der Reis.

Die Spei­sen in den Schüs­sel­chen waren ein Pot­pour­ri an klei­nen japa­ni­schen Köst­lich­kei­ten wie, geschmor­ten, Sashi­mi, gebra­te­nem Tofu und Tama­go­ya­ki (geroll­tem Ome­lette). In dem Bam­bus­blatt ver­barg sich übri­gens Mochi (Reis­ku­chen).

Dies ist eine Art japa­ni­scher Eier­stich mit Gemü­se. Man nennt ihn Cha­wan­mu­shi. Er war unglaub­lich zart und lecker. Als Nach­tisch gab es außer­dem noch Anko Yokan, eine Art Wackel­pud­ding mit fein­cre­mi­ger Kon­sis­tenz. Kurz­um ich war im Him­mel!  

Nach dem Essen erkun­de­ten wir noch das Ise­tan bevor die Geschäf­te schlos­sen.

Ein (Grün­tee) Eis zum Nach­tisch geht immer! 

Zurück im Ohan­abo besuch­ten wir noch das Onsen. Das Ther­mal­bad war leer, ich war der ein­zi­ge Bade­gast. So genoss ich die Ruhe nach einem lan­gen Tag. 

Am nächs­ten Tag früh­stück­ten wir noch im Ryo­kan. Das Essen war wie am Vor­abend im Restau­rant sehr kunst­voll ange­rich­tet. Lei­der habe ich davon kein Foto gemacht. 

Vor dem Früh­stück ist mir aller­dings noch ein Mal­heur pas­siert.  Ich bin näm­lich stil­echt im Yuka­ta die stei­le Trep­pe run­ter gese­gelt . Sofort war mein Mann und das Per­so­nal des Ryo­kan bei mir. Ich wur­de mit Kühl­kom­pres­sen ver­sorgt. Außer einem rie­si­gen blau­en Fleck habe ich die­se unfrei­wil­li­ge Rutsch­par­tie aber gut über­stan­den.

Die nächs­ten drei Näch­te ver­brach­ten wir im Saku­ra Ter­race — The Gal­le­ry. Da zufäl­lig gera­de eine Ser­vice­da­me vom Ohan­abo vor dem Ryo­kan hielt, wur­den wir sogar zu unse­rem nächs­ten Hotel gefah­ren

Das Saku­ra Ter­race — The Gal­le­ry ist auch ein zen­tra­les Hotel mit gutem Ser­vice. Jeden Tag hat­ten wir ein Frei­ge­tränk an der Bar und eine Tee-und Kaf­fee­sta­ti­on an der wir uns kos­ten­frei bedie­nen konn­ten. Es gibt sogar ein Gemein­schafts­bad, einen Fit­ness­raum und eine Gemein­schafts­wasch­ma­schi­ne.

Das Hotel ist schön ange­legt mit vie­len Sitz­mög­lich­kei­ten im Außen­be­reich. Bei schö­nem Wet­ter, hät­ten wir uns ger­ne drau­ßen auf­ge­hal­ten. Lei­der haben wir eine Tai­fun War­nung bekom­men. In zwei Tagen soll­te die­ser das Fest­land errei­chen. Wir wur­den ange­hal­ten Mor­gen Abend lie­ber im Hotel zu blei­ben.

Wir nut­zen den Vor­mit­tag für einen Aus­flug zum To-ji Temp­le. Vor dem Gelän­de des Tem­pels fand sogar ein Markt statt.

Trotz des star­ken Regens waren vie­le Besu­cher dort.

An den Stän­den gab es Bon­sai, Blu­men, Kera­mi­ken und sogar fri­sches Tsuke­mo­no im Nuka­bett zu kau­fen. Schaut ein biss­chen eklig aus, nicht wahr?

An jeder Ecke gab es klei­ne Imbiss­stän­de.

Die Süßig­kei­ten sehen so schön aus. 

An einem Stand gab es Anhän­ger mit vie­len bun­ten Per­len und Toto­ros! 

Wie an jedem Tem­pel gab es auch hier einen fes­ten Stand/Gebäude mit Glücks­brin­gern. Auf dem unters­ten Foto seht ihr Anhän­ger in Form von japa­ni­schen Schul­rän­zen. 

Lei­der kann ich die Kan­ji Schrift­zei­chen nicht lesen. Ich ver­mu­te aber, dass auf dem unte­ren Foto Ama­za­ke (süßer alko­hol­frei­er Sake) in den mil­chi­gen Fla­schen ver­kauft wur­de. Wenn es jemand genau weiß, kann er es ger­ne in die Kom­men­ta­re schrei­ben. 

Nach­trag: Es han­delt sich um Ama­za­ke. Meis­tens ist Ama­za­ke alko­hol­frei, aber es gibt auch Sor­ten mit Alko­hol. Dan­ke Mau­rin. 

Es gab auch einen Stand mit Kera­mi­ken, der mir sehr gut gefal­len hat.

Das Wet­ter war lei­der an sei­nem Tief­punkt ange­kom­men. Es reg­ne­te Bind­fä­den. Scha­de, der Park neben der Markt­flä­che war wun­der­schön ange­legt mit sei­ner Teich­an­la­ge und der Pago­de.

Wir beschlos­sen den Nach­mit­tag noch ein­mal zum Bon­sai­la­den vom Vor­tag zu gehen. Auf dem Weg dort­hin kamen wir an einem ande­ren Stand vor­bei der (japa­ni­sche Pan­cakes) ver­kauft. Es gab ver­schie­de­ne Geschmacks­rich­tun­gen. Ich bestell­te Hot­to­ke­ki mit Anko­fül­lung und mein Mann mit Scho­ko­creme­fül­lung. Yum­my!

Zurück im Bon­sai­la­den wärm­ten wir uns in dem Innen­raum auf. Mein Mann schau­te sich nach Scha­len um. Ich mach­te es mir auf der Sitz­ecke bequem.

Dafür das der Laden recht klein war, war die Aus­wahl an Kera­mik sehr groß.

Es gab sogar Bestel­ler aus Stei­nen.

Schließ­lich ver­lie­ßen wir das Geschäft mit zwei schö­nen Scha­len im Schlepp­tau. Da das Wet­ter immer noch nicht bes­ser gewor­den war, beschlos­sen wir ein­kau­fen zu gehen. 

Wir gin­gen in die Aeon Mall. Die­se liegt nur 2 Geh­mi­nu­ten vom Saku­ra Ter­race — The Gal­le­ry ent­fernt. Die Mall hat 5 Stock­wer­ke in denen man einen Super­markt, meh­re­re Geschäf­te und Restau­rants fin­det.

… ja ich wur­de dies­mal schwach. 

Wir bum­mel­te für etwa 1–2 Stun­den in der Mall bis wir wie­der Hun­ger beka­men.

Die Lebens­mit­tel­ab­tei­lung hät­te ich ger­ne in unse­rem Super­markt. Es gab fer­ti­ge Ben­to Boxen, Korok­ke, frit­tier­te Lebens­mit­tel, Sala­te und vie­les mehr.

Wir nah­men unser Essen mit auf unser Hotel­zim­mer. Ich hat­te Reis mit Gemü­se, Kür­bis, Süß­kar­tof­fel und Tsuke­mo­no.

Mein Mann hat­te Sashi­mi, Sushi und Tama­go­ya­ki. Zusam­men haben wir uns noch einen frit­tier­ten Fisch geteilt.

Im Hotel­zim­mer wärm­ten wir uns erst ein­mal auf. Das Wet­ter war nicht nur zu nass son­dern auch viel zu kalt für die­se Jah­res­zeit. Wir hat­ten für unse­ren Urlaub eigent­lich mit ange­neh­men 26 Grad gerech­net und auch für die­se Wit­te­rung Klei­dung ein­ge­packt. Tat­säch­lich hat­ten wir aber von 12 Tagen Urlaub nur einen Tag an dem wir über 20 Grad hat­ten. Näm­lich den Tag an dem wir in Tokyo gelan­det waren. Die rest­li­che Zeit waren es 13–16 Grad. 

Am Abend gin­gen wir in der Aeon Mall essen. Wir gönn­ten uns Oko­no­miya­ki, die japa­ni­sche Pfann­ku­chen­piz­za (frei über­setzt).

Oko­no­miya­ki kann man mit allen mög­li­chen Zuta­ten bestel­len. Mein Mann hat­te Oko­no­miya­ki gefüllt mit Shrimps. Auf mei­nem Oko­no­miya­ki befand sich noch ein gegrill­tes Mochi. Es war super lecker!

Den Abend blie­ben wir im Hotel. Wir schlie­fen tief und fest. Der Tag mit sei­nen vie­len Ein­drü­cken und dem Regen hat­ten uns ganz schön geschafft.

Am nächs­ten mor­gen besuch­ten wir den Higa­shi Hon­gan-ji Tem­pel direkt gegen­über. Es reg­ne­te lei­der immer noch.

Das bud­dhis­ti­sche Tem­pel­ge­län­de ist kom­plett aus Holz gebaut. Die Hal­len dür­fen nur mit Socken betre­ten wer­den. Die Pfei­ler und Kan­ten sind zahl­reich ver­ziert.

Es ist inter­es­sant, wie unter­schied­lich die Tem­pel sind die wir in Japan besucht haben. Wäh­rend der Sen­so-ji Tem­pel in Tokyo sehr impo­sant und fei­er­lich daher­kam, ist der Higa­shi Hon­gan-ji eher düs­ter und mys­tisch.

Auch hier gab es wie­der ein Gebäu­de mit Sou­ve­nirs und Süßig­kei­ten.

Da wir nicht in der Käl­te auf den Bus war­ten woll­ten, fuh­ren wir mit dem Taxi zur nächs­ten Sehens­wür­dig­keit, dem Nijo Cast­le.

Da Kyo­to im Mit­tel­al­ter die frü­he­re Haupt­stadt Japans war, wur­de die Burg­an­la­ge als Sitz vom dama­li­gen Sho­gun (Samu­rai­fürs­ten) errich­tet. Um die Burg wur­den zwei recht­ecki­ge Was­ser­grä­ben aus­ge­ho­ben.

Inner­halb des ers­ten Gra­bens lie­gen Gebäuden,Gärten und ein Tee­haus. Hin­ter dem zwei­ten Gra­ben liegt dann die eigent­li­che Burg­an­la­ge mit einem zwei­ten Gar­ten.

Das Wet­ter konn­te man sich nicht mehr schön reden. Wenn es nicht aus Kübeln gegos­sen hät­te, wäre der Aus­flug noch schö­ner gewe­sen. Die Anla­ge hat uns wirk­lich sehr gut gefal­len.

Am Ende unse­res Rund­gang geschah es! Der Him­mel kla­re auf und es hör­te auf zu reg­nen.  Juhu!

Am Ende des Gelän­des gibt es übri­gens ein Café und ein paar Sou­ve­nir­stän­de. Die­ser hier ver­kauft sehr schö­ne Matcha Scha­len. 

Es gab sogar Süßig­kei­ten mit dem Motiv der Nijo Burg.

Es war mitt­ler­wei­le Mit­tag gewor­den und wir fuh­ren mit dem nächs­ten Taxi zurück zu unse­rem Hotel. Im Super­markt der Aeon Mall kauf­ten wir und Sushi und Mochi mit Adzu­ki Boh­nen (Reis­ku­chen mit süßen Boh­nen).

In mei­ner Lunch­box hat­te ich mei­ne heiß­ge­lieb­te Saba (Makre­le) plus Saba­ma­ki (Sus­hiröll­chen mit Makre­le) und dazu ein ande­rer mari­nier­ter Fisch. Ich glau­be es war auch eine Art Makre­le. 

Mein hat­te sich eine Futo­ma­ki geholt — eine gro­ße Sus­hirol­le mit vie­len unter­schied­li­chen Zuta­ten. Dazu gab es hin­ten rechts auch noch mal die sel­be Makre­len­box für uns bei­de.

Die Mochi haben wir nicht mehr alle geschafft! Daher ver­blie­ben noch zwei Mochi im Kühl­schrank unse­res Hotel­zim­mers.

Am Nach­mit­tag haben wir das Ein­kaufs­zen­trum und die Geschäf­te im Bahn­hof von Kyo­to erkun­det. Schaut euch mal die vie­len tol­len Eki­ben an, die es im Bahn­hof zu kau­fen gibt. Und ratet mal was wir noch ent­deckt haben …

Eine Ecke in der Stu­dio Ghi­b­li Mer­chan­di­se ver­kauft wur­de! 

Über Kinch­a­ku (Beu­tel), über Ori­ga­mi­pa­pier und Plüsch­to­to­ros hat man hier alles gefun­den. Lei­der waren die Prei­se zum Teil ziem­lich hap­pig. Wir haben eine wun­der­schö­ne Toto­ro Spieluhr(für mei­nen Schwa­ger), sowie einen Schlüs­sel­an­hän­ger und einen klei­nen Plüsch­to­to­ro gekauft.

Am Abend waren wir im Coco Ichi­ban, einer Fast Food Ket­te, die spe­zia­li­siert ist auf Cur­ry Gerich­te. Man kann Bei­la­gen wie z. B. frit­tier­te Gar­ne­le, Schnit­zel oder Kro­ket­ten dazu bestel­len (schmeckt bes­ser als es sich anhört). Sogar den Schär­fe­grad kann man aus­su­chen. Ich glau­be von 1–10 sind die Abstu­fun­gen. Wir hat­ten 4 und 5. Die­se waren ange­nehm scharf.

Zu unse­rem Cur­ry bestell­ten wir Korok­ke (Kro­ket­ten) und Kirin Bier.

Den rest­li­chen Abend blie­ben wir im Hotel, denn in der Nacht soll­te der Tai­fun das Fest­land errei­chen. Zum Abend hin, haben wir schon gemerkt, dass der Wind stär­ker wur­de.

In der Nacht haben wir aller­dings gut geschla­fen und haben nichts vom Sturm mit­be­kom­men.

Am nächs­ten mor­gen hol­te ich im Super­markt fer­ti­ge Ben­to zum Früh­stück. Mit ca. 4–5 Euro pro Por­ti­on waren die Bent­os super güns­tig. Das Früh­stück im Hotel hät­te umge­rech­net pro Per­son 22 Euro gekos­tet.  Das war uns ein­fach zu teu­er.

Zuge­ge­ben, Reis mit Tofu und Gemü­se zum Früh­stück muss man mögen. Das Essen war geschmack­lich aber wirk­lich  in Ord­nung. Nach knapp zwei Wochen in Japan ver­miss­ten wir aller­dings unser Voll­korn­brot mit Käse. Die­se sind in Japan schwie­rig zu bekom­men.

Mein Mann hat­te Reis, Tem­pura, Ebi Fry, Tama­go­ya­ki und Gemü­se in sei­nem Ben­to. Zum “Nach­tisch” gab es eine Art Man­ju (süßes Teig­teil­chen) mit Maro­nen­creme. Das war sehr lecker.

Das Wet­ter war übri­gens bes­ser gewor­den. Das Tief­druck­ge­biet war mit dem Tai­fun abge­zo­gen und es hat­te auf­ge­hört zu Reg­nen. Wir beschlos­sen daher einen Aus­flug zum Ten­ryu-ji Tem­pel zu unter­neh­men.

Wir fuh­ren mit der Bahn zum Tem­pel. Unter­wegs fiel uns auf, dass über­all Gestrüpp auf den Stra­ßen lag. Auch unse­re Bahn­li­nie  fuhr von einem ande­ren Gleis. Wahr­schein­lich muss­ten die Glei­se frei geräumt wer­den von den Über­bleib­seln des Sturms.

Vor dem Tem­pel sel­ber lagen kaum Blät­ter auf dem Boden. Die “Putz­kol­lo­ne” war anschei­nend schon da gewe­sen.

Das Gebäu­de des Tem­pels durf­te man nur in Socken betre­ten, wie es bei fast allen Tem­peln in Japan der Fall ist. Innen ist ein schö­nes Bild aus­ge­stellt, dass man an einen Dar­u­ma erin­nert.

Vor dem Schrein gab es einen Sou­ve­nir­la­den, an dem ich mir einen Schlüs­sel­an­hän­ger in Form eines Dar­u­ma gekauft habe.

Das Gebäu­de und der Gar­ten war gut besucht. Wir genos­sen die ers­ten Son­nen­strah­len, seit lan­gem.

Am Ein­gang gibt es auch einen Bereich mit einem Stein­gar­ten. Ich fra­ge mich ob der Gar­ten täg­lich neu gerecht wer­den muss? Es lag nicht ein Blatt im Stein­gar­ten!

Das beson­de­re an dem eigent­li­chen Gar­ten ist, dass er im 14. Jahr­hun­dert ange­legt wur­de und bis heu­te nahe­zu erhal­ten geblie­ben ist.
So lang­sam sah man die ers­ten bun­ten Herbst­bo­ten. In Japan beginnt der “Indi­an Sum­mer” spä­ter wie bei uns in Deutsch­land. Der Höhe­punkt der Fär­bung ist in Japan je nach Regi­on Anfang Novem­ber, wenn bei uns schon fast alles grau ist.

Der Gar­ten und das Gelän­de haben uns sehr gut gefal­len.

An einem Teich konn­te man Mün­zen in eine Scha­le wer­fen. Hat man die Scha­le getrof­fen, bringt es wohl Glück. Mein Mann hat beim ers­ten und ich beim zwei­ten Anlauf die Scha­le getrof­fen.

Auf dem Gelän­de gibt es auch ein vege­ta­ri­sches Zen-Restau­rant. Mit über 20 Euro pro Per­son, war uns aber das Mit­tags­an­ge­bot zu teu­er. Wir hat­ten schließ­lich schon ca. 7 Euro Ein­tritt gezahlt.

In dem Rund­gang war auch der besuch des Bam­bus­wal­des von Ara­shiy­a­ma mit inbe­grif­fen. Hier hat man deut­lich die Spu­ren des Sturm gese­hen. Die hoh­len Stäm­me des Bam­bus waren ein­fach umge­knickt.

Trotz­dem war der Wald sehr schön. Man fühlt sich ganz klein, wenn man die hohen Stäm­me des Bam­bus sieht. Ich mir den Wald aber grö­ßer vor­ge­stellt. In 2 Minu­ten ist man durch den “Wald” schon durch­ge­lau­fen.

Am Ende des Bam­bus­wal­des kann man für umge­rech­net 9 Euro Ein­tritt den Kamey­a­ma Park besich­ti­gen. Ein Matcha Tee plus Süßig­keit sind eben­falls im Preis mit inbe­grif­fen. Da wir etwas ent­täuscht waren, weil der Bam­bus­wald kein Wald, son­dern nur ein klei­ner Grün­strei­fen war, bezahl­ten wir den Ein­tritt und besich­tig­ten den Gar­ten.

Wir lös­ten erst ein­mal unse­ren Bon ein. Der Matcha und die Süßig­keit waren ganz lecker.

Die pri­va­ten Häu­ser und der Schrein in der Anla­ge waren wun­der­schön ange­legt. Die Häu­ser durf­te man lei­der nicht betre­ten.

Uns fiel auf, dass im Gegen­satz zum Bam­bus­wald und Ten­ryu-ji kaum Besu­cher im Park waren. Wir waren bis auf eine Hand voll Men­schen, fast allei­ne. Beson­ders gut gefiel uns die­ser “Moss­gar­ten”. Das Grün wirk­te so frisch und unbe­rührt.

 

Die 9 Euro Ein­tritt haben sich auf jeden Fall gelohnt. Die Wege sind unglaub­lich schön ange­legt.  

An einem Aus­sichts­punkt konn­te man fast über ganz Kyo­to schau­en. 

Auf der ande­ren Sei­te des Parks hat­te man einen wun­der­schö­nen Blick über den Wald von Ara­shiyama.

Über Trep­pen gelangt man hin­un­ter zum Fluss­ufer. Hier seht ihr eine Kar­te vom Gelän­de.

Wir gin­gen den Kats­ura Fluss ent­lang bis wir zur Brü­cke kamen. Dort erkun­de­ten wir die Geschäf­te.

Wir hat­ten mitt­ler­wei­le Hun­ger und kauf­ten uns Yuba Spie­ße und Sen­bei (Reiscra­cker). Der Yuba-Spieß bestand aus Tofu (Schmand vom Tofu) und war gefüllt. Bei mir mit Mayon­nai­se, bei mei­nem Mann mit Okto­pus. Das hört sich jetzt viel­leicht nicht so lecker an, aber es war der Hit!

Der Sen­bei Cra­cker war auch rich­tig gut.

Auf dem Rück­weg zum Bahn­hof kamen wir an dem Waga­shi Geschäft Kyo­fu­zei vor­bei. Die Süßig­kei­ten sahen aus wie klei­ne Kunst­wer­ke. Pro Waga­shi hat man ca. 2–4 Euro bezahlt. Ein Set kos­te­te ca. 12 Euro und mehr.

Zurück im Hotel pro­bier­ten wir die Aus­beu­te. Die Creme war zart wie Mar­zi­pan und ange­nehm süß. Irgend­wie habe ich aber mehr Geschmack erwar­tet, für den Preis. Sie waren nicht schlecht, aber vom Hocker haben geris­sen haben sie uns nicht. Die Optik ist hier wohl das Ent­schei­den­de.

Am Abend waren wir wie­der im Coco Ichi­ban vom Vor­tag. Wir bestell­ten wie­der Kare Rai­su mit Korok­ke.

Am Abend bin ich noch mal in die Aeon Mall gegan­gen. 

Die Mall war fast leer und so konn­te ich in Ruhe bum­meln. Ich war bestimmt 2 Stun­den in der Mall, bevor sie zu gemacht hat.

Im dem Super­markt im Erd­ge­schoß gab es eine gro­ße Aus­wahl an Süßig­kei­ten. ich war über­rascht wie güns­tig die Sachen waren — teil­wei­se 1–3 Euro. Im Inter­net kos­ten die glei­chen Süßig­kei­ten übri­gens das drei­fa­che! 

Ein Stand ver­kauf­te Plas­tik­nach­bil­dun­gen von Essen z. B. als Haar­gum­mi oder Schlüs­sel­an­hän­ger. Teil­wei­se waren echt kurio­se Sachen dabei z. B. ein Spie­gelei als Haar­reif.

Unter ande­rem gab es in der Mall auch einen Uni­qulo und einen Muji.

Ein Nach­tisch geht immer.  Frit­tier­tes Hefe­bröt­chen mit Vanil­le­creme und Schlag­sah­ne — so gut!

Für unse­ren letz­ten Tag in Japan hat­ten wir uns eini­ges vor­ge­nom­men. Das Wet­ter war seit dem Tai­fun wie­der freund­li­cher und wär­mer gewor­den. Wie iro­nisch!

Wir besuch­ten den Fus­hi­mi Ina­ri Taisha/Schrein. Der Schrein ist eines der berühm­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten in Japan. Das beson­de­re an Fus­hi­mi Ina­ri sind die hun­der­te von Toren durch die man bis auf den Gip­fel des Ber­ges lau­fen kann. Der Ein­tritt war kos­ten­los.

Der Men­schen­an­drang war enorm.

Die Men­schen­mas­sen haben sich spä­ter auf den Wegen aber zer­streut. Trotz­dem hat man hier eher das Gefühl mit einer Schul­klas­se unter­wegs zu sein, weil über­all Gewim­mel herrscht. Soviel ich weiß hat der Schrein durch­ge­hend geöff­net. Daher wäre es bes­ser gleich ganz früh mor­gens da zu sein, um als ers­tes den Schrein zu besu­chen.

Die soge­nann­ten “Tori” sind übri­gens alle Spen­den von Fir­men und Pri­vat­leu­ten. Auf der Rück­sei­te der Tori ste­hen die Namen des jewei­li­gen Spen­ders. Ein Tor kann man schon ab ca. 300 Euro spen­den so weit ich mich erin­ne­re. Die Gro­ßen Tori lagen bei umge­rech­net ca. 1000 Euro.

Abseits des Pfa­des kann man über­all durch den Bam­bus­wald gehen und klei­ne­re Schrei­ne besu­chen.

Die klei­nen Schrei­ne haben mir per­sön­lich am bes­ten gefal­len.

Über­all waren klei­ne­re Tori und Fuchs­sta­tu­en (Ina­ri  bedeu­tet näm­lich Fuchs) auf­ge­baut. Die Men­schen haben ihr Omiku­ji (Glück­lo­se), die man am Tem­pel kau­fen kann teil­wei­se an Zwei­ge  gebun­den. Auf mich hat­ten die­se Orte eine mys­ti­sche Wir­kung. Ich kann euch wirk­lich emp­feh­len abseits der Wege, die klei­nen Ecken zu erkun­den. 

An ande­ren Schrei­nen auf dem Gelän­de, konn­te man sei­ne Wün­sche auf Holz­ta­feln schrei­ben und Glücks­brin­ger kau­fen.

Der Auf­stieg zum Gip­fel dau­ert übri­gens 2–4 Stun­den, je nach Andrang. Wir sind nicht bis zum Gip­fel gewan­dert, da wir noch ande­re Sehens­wür­dig­kei­ten besich­ti­gen woll­ten und uns zu viel Gewim­mel war. Nach meh­re­ren Tagen in Japan gehen einem die Men­schen­mas­sen teil­wei­se schon auf die Ner­ven. 

Wie­der unten ange­kom­men kauf­ten wir uns frit­tier­te Kar­tof­fels­pi­ra­len . Sehr lecker!

Wir fuh­ren mit der Bahn zum benach­bar­ten Tofu­ku-ji Tem­pel. Der  Zen-Tem­pel war deut­lich weni­ger besucht, aber nicht min­der sehens­wert. Der Ein­tritt kos­te­te ca. 6 Euro.

Im Tem­pel sel­ber hieß es wie­der- Schu­he aus.

Am Ein­gang gab es einen sehr schö­nen Stein­gar­ten zu bewun­dern.

Die Fel­sen in dem Stein­gar­ten sol­len sti­li­sier­te Land­schaf­ten dar­stel­len, so viel ich weiß. Das Gebäu­de und die Anla­ge sind nicht so far­ben­froh wie etwa der Fus­hi­mi Ina­ri Schrein oder der Sen­so ji Tem­pel  in Toy­ko. Aber ich mag gera­de das ruhi­ge, zurück­ge­nom­me­ne Zusam­men­spiel des Hol­zes, der Stei­ne und des Moo­ses.

 

Bekannt ist Tofu­ku-ji auch für die­se Moos-Kache­l­in­stal­la­ti­on.

Schaut es nicht schön aus? Ich mag Moos. 

Das Gebäu­de sel­ber hat uns auch sehr gut gefal­len. Es ver­sprüht sei­nen eige­nen (Zen)-Charme.  Wir kön­nen euch einen Besuch im Tofu­ku-ji Tem­pel auf jeden Fall wei­ter emp­feh­len. 

Mitt­ler­wei­le war es frü­her Nach­mit­tag gewor­den. Wir sind der Bahn ins berühm­te (Gei­sha) Vier­tel Gion gefah­ren. Bevor wir das Vier­tel erkun­de­ten, sind wir erst mal Mit­tag­essen gegan­gen.

Wir waren wie­der bei Coco Ichi­ban essen.  Ja, wir haben ein­fach nicht genug von  Kare Rai­su bekom­men.

Lei­der haben wir kei­ne ein­zi­ge Gei­sha oder Mai­ko in Gion gese­hen. Dies ist wohl (tags­über) recht sel­ten. Dafür hat man vie­le Tou­ris­ten in gelie­he­nen Yuka­ta gese­hen.

Trotz­dem ist das Vier­tel mit sei­nen schö­nen alten Holz­häus­chen, Geschäf­ten und Schrei­nen  schön zum spa­zie­ren gehen.

An die­sem Schrein hat jemand vie­le Ori­ga­mi Kra­ni­che gefal­tet. Ob es wohl 1000 sind? Dann bekommt man näm­lich einen Wunsch erfüllt. 

In der Nähe eines Parks haben wir eini­ge Kat­zen ent­deckt.

In dem Park sel­ber war ein Mönch, der Flö­te gespielt hat.

Nach dem Aus­flug nach Gion sind wir wie­der zurück ins Hotel gefah­ren und haben unse­re Kof­fer gepackt.

Abends haben wir im Con­bi­ni Oni­gi­ri mit Thun­fisch und Niku­man (Hefe­teig­bröt­chen) gekauft. Die Niku­man waren mit Cur­ry und mit Kür­bis gefüllt. Die Cur­ry­fül­lung war sehr lecker.

Am nächs­ten Mor­gen sind wir mit dem Zug 40 Minu­ten zum Flug­ha­fen nach Osa­ka gefah­ren. Von dort sind wir wie­der mit Finn­air über Hel­sin­ki nach Mün­chen zurück geflo­gen.  

Mit der Rei­se nach Japan ging für mich ein Lebens­traum in Erfül­lung. Ich habe die Zeit dort sehr genos­sen, aber ich war auch froh nach Hau­se zu kom­men. Län­ge­re Zeit im Hotel bzw. aus dem Kof­fer zu leben ist ein­fach nicht mein Ding. Den­noch bekom­me ich wie­der Fern­weh wenn ich die Fotos sehe bzw. ver­mis­se ich vie­les aus Japan: die schö­nen Gär­ten, die Archi­tek­tur, das Essen, die Con­bi­nis und die Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten.

Abschlie­ßend kann ich sagen, dass jede Rei­se­sta­ti­on (Tokyo, Yoko­ha­ma, Ata­mi, Kyo­to) sei­nen eige­nen Charme hat­te. Vor allem die Zeit in der Feri­en­woh­nung bei Freun­den war sehr schön nach den Men­schen­mas­sen in Toy­ko. Wür­de ich noch ein­mal nach Japan rei­sen, wür­de ich ger­ne noch Hiro­shi­ma und Nara sehen wol­len. Aber Kyo­to wür­de bei mir auch wie­der auf dem Rei­se­plan ste­hen. Dort gibt es vie­le tra­di­tio­nel­le Sehens­wür­dig­kei­ten.

Ich hof­fe mei­ne Rei­se­be­rich­te haben euch gefal­len. Falls ihr noch Fra­gen oder Anmer­kun­gen habt, lasst es mich in den Kom­men­ta­ren wis­sen. Ich pla­ne noch einen Bei­trag über unse­re Souvenirs/Ausbeute aus Japan zu schrei­ben sowie einen Bei­trag über Con­bi­nis. Sarah

2 Gedanken zu „Unse­re Jap­an­rei­se — Teil 4 (Kyo­to)

  1. Maurin sagt:

    Hal­lo Sarah,
    erst­mal dan­ke für dei­ne wun­der­schö­nen Rei­se­ein­trä­ge und die vie­len Fotos. Ich habe es sehr genos­sen gedank­lich wie­der dort zu sein, beson­ders wenn man an dem ein oder ande­ren Ort schon war und man dann merkt “oh das hat sich aber ver­än­dert” oder “wow das sieht immer noch genau so aus”. ^-^

    Ja, es han­delt sich um Ama­za­ke und zwar alko­hol­frei­en (Laut dem Schild アルコール ゼロ). Nicht alle Ama­za­ke sind jedoch alko­hol­frei. In mei­nen Kühl­schrank tum­meln sich von Hin­amatsu noch 3 Sor­ten nicht alko­hol­frei­er. Ich habe in Stutt­gart als wir beim Izu­mi waren nicht rich­tig drauf geach­tet -.- .

    Zu den Waga­shi, ja die meis­ten schme­cken sehr ähn­lich, eben weil sie den Geschmack des Tees her­vor­he­ben sol­len bei der Tee­ze­re­mo­nie. Ich ken­ne sehr weni­ge Japa­ner die sie ein­fach so ohne Tee (Zere­mo­nie) genie­ßen. Ich esse sie auch ab und zu mal so, aber wie du schon sagst, geschmack­lich sind sie nicht sehr aus­ge­fal­len. Das gilt nicht nur für dei­ne abge­bil­de­ten Omo­ga­shi (Haupt­sü­ßig­keit), son­dern auch für Higa­shi. Aber klar das ist natür­lich nur mei­ne Mei­nung. Ach ich kom­me schon wie­der viel zu Leh­rer­haft rüber. Ich koche mir jetzt noch einen Matcha und genie­ße wei­ter­hin dei­nen Blog. ^.^

    LG Mau­rin

  2. Sarah sagt:

    Hal­lo Mau­rin,

    dan­ke für dei­nen Kom­men­tar! Das freut mich sehr, dass dir mei­ne Rei­se­be­rich­te gefal­len haben. 🙂 Ich erin­ne­re mich auch ger­ne an die Zeit in Japan zurück.

    Dan­ke für die Info bezüg­lich des Ama­za­ke. Ich habe es im Bei­trag nach­ge­tra­gen. Ich dach­te immer, dass Ama­za­ke alko­hol­frei sind bzw. habe ich noch nie einen Ama­za­ke mit Alko­hol gese­hen.

    Da habe ich wie­der was gelernt bei den Waga­shi. Ich dach­te sie unter­schei­den sich sehr, aber jetzt ver­ste­he ich, dass der Tee auch hier im Vor­der­grund ste­hen soll. Aber allein wegen der Optik muss­te ich sie pro­bie­ren. 😀 Geschmack­lich blei­be ich aber lie­ber bei selbst gemach­ten Süßig­kei­ten wie Mit­a­ra­shi Dan­go, Ichi­go Dai­fu­ku und Dora­ya­ki. Da kommt bis­her ein­fach nix ran.

    Ich habe mir kürz­lich einen neu­en Cha­sen gegönnt. Dies­mal in dun­kel­brau­ner Optik. Ich freue mich schon ihn ein­zu­wei­hen. 😉

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