Unse­re Jap­an­rei­se Teil 3

In dem drit­ten Teil unse­rer Jap­an­rei­se neh­me ich euch mit nach Yoko­ha­ma und Ata­mi. Dort haben wir uns mit Freun­den getrof­fen, haben zusam­men gekocht und einen “Road Trip” ins Hin­ter­land nach Hako­ne unter­nom­men. Außer­dem waren wir Shop­pen, shop­pen, shop­pen …  Teil 1 und Teil 2 unse­rer Jap­an­rei­se könnt ihr hier und hier nach­le­sen.

Mit dem Regio­nal­zug sind wir Vor­mit­tags von Tokyo nach Yoko­ha­ma gefah­ren. Die Zug­fahrt dau­er­te unge­fähr 1–2 Stun­den. Mit­tags in Yoko­ha­ma ange­kom­men, sind wir in den Chi­na Town essen gegan­gen. Das Mit­tags­me­nu war unschlag­bar güns­tig. Wir haben für die Thu­na-Sashi­ma Bowl und Geträn­ke ca. 9 Euro pro Per­son bezahlt. Der Grün­tee kam übri­gens in einer 1,5 Liter  Karaf­fe mit Eis. 

Das Restau­rant war eine Art Imbiss Ket­te und sehr gut besucht. Lei­der gab es hier haupt­säch­lich Fleisch, kaum Fisch und kein vege­ta­ri­sches Gericht.

Spä­ter haben wir den Hafen besich­tigt. Das Wet­ter war mitt­ler­wei­le aber so schlecht, dass wir beschlos­sen ein­kau­fen zu gehen.

Auf dem Weg zum Kauf­haus haben wir eini­ge Old­ti­mer auf der Stra­ße gese­hen.

Es stel­le sich her­aus, dass an die­sem Tag eine Old­ti­mer Ral­ly statt fand. Die Fah­rer haben sich sicher­lich auch bes­se­res Wet­ter gewünscht.

Trotz des Regens und küh­len Tem­pe­ra­tu­ren hat­ten die Teil­neh­mer gute Lau­ne.

Schließ­lich sind im Kauf­haus “Sogo” ange­kom­men. Wenn ihr in Yoko­ha­ma seid und ihr wollt shop­pen gehen, dann geht ins Sogo!  Das Kauf­haus hat 10 (!) Stock­wer­ke und man fin­det dort Klei­dung, Haus­halts­wa­ren und Restau­rants.  Im Unter­ge­schoss ist  die Fein­kost­ab­tei­lung.  Es war der Him­mel auf Erden. 

An den vie­len Stän­den konn­te man sich durch vie­le Lecke­rei­en pro­bie­ren oder sei­nen Wochen­ein­kauf erle­di­gen.

Oben seht ihr gemisch­ten Reis mit Boh­nen oder Gemü­se. In den Plas­tik­be­chern auf dem mitt­le­ren Foto sind Tofu­spe­zia­li­tä­ten soweit ich das beur­tei­len konn­te.  Auf dem unte­ren Foto seht ihr Tama­go­ya­ki (jap. Ome­lette), dass wir spä­ter auch mit­ge­nom­men habe. Es war sehr, sehr lecker!

Den den zig ver­schie­de­nen Umebo­shi Sor­ten (ein­ge­leg­te Umefrüch­te) gab es auch einen Stand mit vie­len Tsuke­mo­no (ein­ge­leg­tes Gemü­se). Wir haben eine Aus­wahl mit­ge­nom­men.  Die­se seht ihr spä­ter. 

Hähn­chen-Spie­ße und ande­re lecke­re Sachen. 

Der Aal (unagi) war sehr teu­er. Für eine Schach­tel zahlt man umge­rech­net ca. 20 -25 Euro.

Natür­lich gab es auch fer­ti­ge Bent­os… 

… und JEDE erdenk­li­che Sor­te an Oni­gi­ris (Reis­bäll­chen)! Ihr könnt euch vor­stel­len, dass mir teil­wei­se die Kinn­la­de run­ter­ge­fal­len ist bei so vie­len lecke­ren Sachen.

In der Frisch­wa­ren­ab­tei­lung haben wir für das Abend­essen ein­ge­kauft.

Schaut euch mal die­se rie­sen Äpfel und Nashi-Bir­nen an! Sie waren so groß wie Papri­ka.

Es gab eine gute Aus­wahl an Pil­zen z. B. Shii­ta­ke, Eno­ki.

Ich glau­be das sind ess­ba­re Blü­ten?

Die Karot­ten sehen makel­los und unwirk­lich aus. Ich will nicht wis­sen wie vie­le Karot­ten dafür aus­sor­tiert und weg­ge­wor­fen wur­den. Der Qua­li­täts­an­spuch an die Lebens­mit­tel war sehr hoch in die­sem Super­markt. Trotz­dem war es ein Erleb­nis die­se “per­fek­ten” Lebens­mit­tel zu sehen.

Auf dem obe­ren Foto seht ihr japa­ni­sche Maro­nen und unten fri­schen Bam­bus. Vor­weg: der fri­sche Bam­bus schmeckt ganz anders wie der in den Kon­ser­ven! Spä­ter mehr dazu.

Da wir Sukiya­ki (jap. Fon­due) die nächs­ten Tage aus­pro­bie­ren woll­ten, haben wir Wagyu Rind gekauft.

Wir haben in Japan kein Fleisch geges­sen. Die Qua­li­tät der Flei­sch­ab­tei­lung hat uns aber beein­druckt. Das Fleisch war ganz fein mar­mo­riert. Die höchs­te Qua­li­täts­stu­fe für Wagyu Rind ist übri­gens A5 (sie­he Foto). Wir haben A4 gekauft, da unse­re Freun­de weni­ger fet­tes Fleisch für Sukiya­ki bevor­zug­ten.

Wir haben für das Sukiya­ki auch Fisch ein­ge­kauft. Die Fisch­ab­tei­lung hat­te eine rie­si­ge Aus­wahl. Auf dem run­den Tel­ler seht ihr Fugu.

Ich kann die Fisch nicht alle benen­nen, aber es war alles da was das Fisch­lieb­ha­ber­herz begehrt: Dora­de, Makre­le, Thun­fisch .…

Oben seht ihr fer­ti­ges Sashi­mi, in der Mit­te Fisch­rog­gen und auf dem unte­ren Foto seht ihr Uni (See­igel). Etwas See­igel haben wir auch mit­ge­nom­men.

Das ist die Tofu Kühl­the­ke. Was für eine Aus­wahl!

Wie in ande­ren Super­märk­ten gab es auch alle ande­ren Lebens­mit­tel zu kau­fen. Die Ver­pa­ckung von den Süßig­kei­ten fand ich sehr schön.

Am Abend wur­den wir bei unse­ren Freun­den zu Hau­se in Yoko­ha­ma zum Essen ein­ge­la­den.

Es gab Sashi­mi, Sushi und das Tsuke­mo­no und Tama­go­ya­ki aus dem Sogo.

Außer­dem haben wir Gyo­za (Teig­ta­schen) selbst­ge­macht. Sie waren mit Fleisch oder mit Shrimps gefüllt.

Das Tsuke­mo­no war sehr viel­fäl­tig. Es gab ein­ge­leg­te Radi­schen, Gur­ken, Zwie­bel­chen, Ing­wer und Ret­tich. Der Geschmack vari­ier­te von scharf, mild bis süß. Am bes­ten haben mir die Zwie­bel­chen geschmeckt. Sie waren mil­der als deut­sche Gemü­se­zwie­beln und süß­lich ein­ge­legt. 

Hier seht ihr das besag­te Tama­go­ya­ki. Es hat süß­lich, aber trotz­dem herz­haft geschmeckt. Wirk­lich sehr lecker. 

Für das Sushi hat­ten wir zwei Sor­ten Thun­fisch: O toro und Chu toro (viel fett und weni­ger fett). Außer­dem gab es noch Jakobs­mu­schel und eine ande­re Sor­te Fisch (ich glau­be es war eine Dora­de).

Wir haben dar­aus Tema­ki Sushi, also hand­ge­roll­tes Sushi gemacht. Ein Träum­chen. 

Spä­ter gab es noch Man­go und Wein­trau­ben sowie Kek­se mit Käse­ku­chen­ge­schmack.

 

Den Abend haben wir bei Bier und dem bes­ten Sake den wir bis­her getrun­ken haben aus­klin­gen las­sen. Spä­ter habe ich sogar noch ein Geschenk bekom­men. Aber davon berich­te ich euch in einem spä­te­ren Bei­trag. 

Am spä­ten Abend fuh­ren wir mit der S-Bahn zurück in unser Hotel.

Der nächs­te Tag star­te­te lei­der wie­der mit Regen.

 

In der Nähe von unse­rem Hotel gab es einen klei­nen aber schö­nen Park. Bei schö­nem Wet­ter hät­ten wir dort bestimmt mehr Zeit ver­bracht.

Da auch für den Rest des Tages Regen ange­sagt war und ich mitt­ler­wei­le ziem­lich durch­ge­fro­ren war, beschlos­sen wir wie­der ins Sogo zu gehen und dort die ande­ren Stock­wer­ke zu erkun­den. 

Es gab vie­le schö­ne Sachen aus Kera­mik.

Oben seht ihr Reis­for­men aus Holz. Die Ben­to Boxen auf dem unte­ren Foto sind aus Bam­bus. Wir haben die recht­ecki­ge mit den roten Gum­mi­band plus pas­sen­de Stäb­chen­box gekauft. 

Ohr­rin­ge und Haar­span­gen mit Schlei­fen und Plüsch schei­nen gera­de sehr ange­sagt zu sein.

Es gab auch eine Kimo­no­ab­tei­lung mit Zube­hör und Schu­hen.

Die Ori­ga­mi Tasche und die Schür­ze fand ich echt cool. Aber bei­des soll­te jeweils über 120 Euro kos­ten. Das fand ich dann doch ganz schön hap­pig.

In einer Ecke gab es ganz vie­le nied­li­che Figu­ren, meist aus Papp­ma­ché.

Bei den Hash­io­ki (Stäb­chen­bän­ken) habe ich noch mal zuge­schla­gen. Ich habe den blau­en Fuji und das rosa Kirsch­blatt mit dem Häs­chen mit­ge­nom­men.

So viel shop­pen macht natür­lich hung­rig. Also ging es noch mal in das Unterg­schoss zu den Fein­kost­stän­den. 

Wir hat­ten die Qual der Wahl …

… und wenn ich die Fotos sehe, bekom­me ich schon wie­der Hun­ger. 

Wir haben uns für ver­schie­de­nes Sushi ent­schie­den. Ob ihr es glaubt oder nicht, jede Box hat ca. 7 Euro gekos­tet, was ich für die­se Qua­li­tät sehr güns­tig fin­de.

Zum Nach­tisch haben wir uns Aal und Yomo­gi Mochi mit Anko Fül­lung (Bei­fuss Reis­ku­chen mit süßer Boh­nen Fül­li­ung) gegönnt. Es war ein­fach nur lecker!

Aber für einen zwei­ten Nach­tisch aus dem 7 Ele­ven war natür­lich noch Platz. 

Am Nach­mit­tag sind wir mit dem Zug nach Ata­mi wei­ter gefah­ren. Ata­mi ist eine klei­ne Stadt an der Küs­te, süd­lich von Yoko­ha­ma. Dort haben wir ein paar Tage in der Feri­en­woh­nung zusam­men mit unse­ren Freun­den gewohnt.

Wir haben auf einem Futon in dem Tata­mi Zim­mer geschla­fen. Es war sehr bequem und wir haben wun­der­bar geschla­fen.

Zum Abend­essen gab es übri­gens wie­der Reis, Tsuke­mo­no, Sashi­mi und Tama­go­ya­ki — die Res­te vom Vor­tag.

Dies­mal haben wir noch eine Miso Sup­pe dazu gemacht, da wir alle recht durch­ge­fro­ren waren. Japa­ni­sche Häu­ser haben stan­dart­ge­mäß näm­lich kei­ne Hei­zung, son­dern nur eine Kli­ma­an­la­ge mit Heiz­funk­ti­on. Der See­igel auf dem unte­ren Fotos hat übri­gens einen star­ken, fast bit­te­ren Eigen­ge­schmack.

Res­tees­sen Delu­xe auf japa­nisch. 

Am nächs­ten Tag erwar­te­te uns die­ser sen­sa­tio­nel­le Aus­blick aus dem Fens­ter des Wohn­zim­mers.

Das Wet­ter nut­zen wir sogleich für einen Road-Trip durch die Ser­pen­ti­nen des Hin­ter­lan­des. Wir hat­ten gro­ßes Glück. Dies war einer der weni­gen Tage unse­res Urlaubs an dem wir Son­nen­schein hat­ten. Auf einem Park­platz mach­ten wir halt. Und dann sahen wir ihn. Den höchs­ten Berg Japans

Den Mt. Fuji. Der Aus­blick war geni­al. Was für ein Glück!!! An jeden ande­ren Tag unse­res Urlaubs hät­ten wir wahr­schein­lich nur Wol­ken gese­hen.

Nach so viel Natur, war es an der Zeit für das zwei­te Früh­stück.  Für mich gab es Dora­ya­ki mit Anko und Sah­ne (jap. Pfann­ku­chen).

Und die Her­ren gönn­ten sich ein Grün­tee-Eis von Häa­gen Dazs aus dem Con­bi­ni.

Für spä­ter haben wir bei einer Bäcke­rei eine Sah­ne Rou­la­de gekauft. Das Geschäft ver­kauft fast aus­schließ­lich die­se eine Sor­te an Sah­ne Rou­la­den.

Der Kuchen nennt sich übri­gens Ita­li­an Roll und ist mit Mar­me­la­de und Maro­nen­stück­chen gefüllt.

Ich habe in dem Geschäft aller­dings noch Kas­ten­ku­chen und Kek­se gese­hen.

Es gab sogar (selbst­ge­mach­te?) Schlüs­sel­an­hän­ger und Bügel­per­len­fi­gu­ren. Passt irgend­wie nicht in eine Bäcke­rei, aber war­um nicht?

Nach einem Zwi­schen­stop beim japa­ni­schen TÜV fuh­ren wir Mit­tag­essen. Es gab Ramen in einer Restau­rant Ket­te.

Obli­ga­to­risch beka­men wir feuch­te Hand­tü­cher (Oshi­bo­ri) und Eis­was­ser.

Für uns gab es Ramen mit Gemü­se, Ei und ohne Fleisch für unse­re Beglei­tung mit Fleisch. Es war gut und güns­tig.

Wei­ter ging es in die Regi­on Hako­ne wo wir an einem See hiel­ten und ein altes Pas­sa­gier­schiff ent­deck­ten.

In einem Super­markt kauf­ten wir noch ein paar Klei­nig­kei­ten ein. Selbst dort gab es Bent­os und vie­le fer­ti­ge Lebens­mit­tel zu kau­fen.

Falls ihr in Japan seid soll­tet ihr übri­gens Frisch­hal­te­fo­lie kau­fen. Es hört sich tri­vi­al an, aber die japa­ni­sche Frisch­hal­te­fo­lie ist ein­fach toll. Lässt sich ein­fach abrei­ßen, ist dop­pelt so dick und man kann sie ein­frie­ren und in der Mikro­wel­le benut­zen.

Ich muss­te mich beherr­schen den Kof­fer nicht jetzt schon voll zu packen. Wir woll­ten ja noch nach Kyo­to!

Wir fuh­ren wei­ter und mach­ten an einem Aus­sichts­punkt halt. Es hat­te sich lei­der wie­der zuge­zo­gen, daher hat­ten wir kei­ne so gute Sicht.

Zurück in der Feri­en­woh­nung gab es Kaf­fee und die Ita­li­an Roll. Es war sehr lecker und der Teig war schön saf­tig. Für mei­nen Geschmack hät­ten sie noch mehr Mar­me­la­de rein machen kön­nen.

Ich trin­ke kaum Milch, aber die­se Milch hat es mir ange­tan. Ihr habt rich­tig erkannt, sie hat einen Fett­ge­halt von 4,4 Pro­zent. Der Geschmack ist rich­tig sah­nig und süß. Am liebs­ten habe ich sie pur getrun­ken. 

In der Woh­nung fand ich eini­ge schö­ne Bild­bän­de über Gär­ten auf dem Tisch. Ich bin fas­zi­niert was die Japa­ner aus klei­nen Grün­flä­chen zau­bern kön­nen und jeden noch so klei­nen Qua­drat­me­ter in der Groß­stadt nut­zen.

Spä­ter haben wir den Kachel­ofen ange­macht. Nun wur­de uns end­lich rich­tig warm.

Der­weil haben wir das Abend­essen vor­be­rei­tet. Heu­te gab es das vor­weg genom­me­ne Sukiya­ki, für das wir das Rind­fleisch und den Fisch im Sogo tags zuvor gekauft hat­ten.

Alle Zuta­ten wur­den klein­ge­schnit­ten und auf Tel­lern ange­rich­tet. Hier seht ihr Tofu, Pil­ze, den fri­schen Bam­bus und auf dem obe­ren Foto Shii­ta­keil­ze und Spros­sen.

Das Fleisch und der Fisch sind hauch­dünn geschnit­ten. Links im Bild seht ihr Reis­nu­deln.

Nach Belie­ben konn­te man nun sei­ne Lieb­lings­zu­tat in der fla­chen beheiz­ten Brüh­schüs­sel auf dem Tisch köcheln las­sen.

Zu Shabu-Shabu dür­fen die Dip Sau­cen nicht feh­len. Es gibt  Sesam­sauce und Pon­zu Sau­ce (Soja­sauce mit Pon­zu-Zitrus Frucht). Man­che Japa­ner ver­quir­len auch ein rohes Ei und dippen dar­in die Zuta­ten. Das ist aber nicht jeder­manns Sache.

Das Fleisch und den Fisch zieht man nur kurz durch die Brü­he. Nach weni­gen Sekun­den ist es gar.

Wie beim Raclette oder Fon­due kann man sich stän­dig klei­ne Por­tio­nen auf­tu­en und den gan­zen Abend davon essen. Es war sehr, sehr lecker.

Der fri­sche Bam­bus hat mir übri­gens bes­ser geschmeckt wie der aus den Kon­ser­ven. Er schmeckt viel mil­der und fast blu­mig. Die Lauch­zwie­beln waren auch super lecker. Ich hät­te mich rein­le­gen kön­nen. Im Lau­fe des Abends wur­de die Dashi-Brü­he (Fisch-Brü­he) durch die vie­len Zuta­ten immer aro­ma­ti­scher . 

Zum Schluss haben wir die Brü­he zusam­men mit Udon und Ramen Nudeln als Sup­pe geges­sen.

Das Bier was uns in Japan am bes­ten geschmeckt hat war übri­gens das Pre­mi­um Malts von Sun­to­ry

Den Abend haben wir übri­gens gemüt­lich bei einer Run­de Dop­pel­kopf aus­klin­gen las­sen. Kennt ihr das Kar­ten­spiel? Wir spie­len es öfters mit Freun­den. Ich habe an die­sem Abend übri­gens die Par­tie gewon­nen. Yay!  (Ich ver­lie­re sonst sehr oft …)

Der nächs­te Mor­gen. Das Wet­ter hat­te sich wie­der ver­schlech­tert und ver­sprach nicht bes­ser zu wer­den. Was macht man bei solch einem Mist­wet­ter in Japan?

Man geht in die japa­ni­schen Ther­mal­bä­der, die soge­nann­ten Onsen.

In die­sem Onsen gin­gen wir aber erst mal Mit­tag­essen, bevor wir in ein ande­res Onsen zum Baden fuh­ren. Geges­sen wur­de an nied­ri­gen Tischen im japa­ni­schen Stil. Grü­nen Tee gab es zum Mit­tags­tisch kos­ten­los dazu.

Von unse­rem Sitz­platz aus hat­ten wir direk­ten Blick auf das auf­ge­peitsch­te Meer.

Wir bestel­len alle das Sashi­mi Tes­ho­ku (Mit­tags­tisch mit rohem Fisch) für umge­rech­net 13 Euro.

Das Essen war wirk­lich gut. Es gab Reis, Fisch, ein­ge­leg­tes Gemü­se, eine Sup­pe und Nach­spei­se. Der Hering links vor­ne war sehr lecker. Dahin­ter auf dem Blatt gar­niert seht ihr See­schne­cke. Das Fleisch ist recht zäh, aber gut. Der geras­pel­te Ret­tich schmeckt wun­der­bar zu dem rohen Fisch.

Nach dem Essen fuh­ren wir zum ande­ren Onsen, dass in den Ber­gen bei Ata­mi liegt. Schon das Außen­ge­län­de ist wun­der­schön ange­legt.

Wir durf­ten sogar einen Blick in die Zim­mer wer­fen. Eine Nacht kos­tet hier bestimmt ein klei­nes Ver­mö­gen. Die Aus­stat­tung der Zim­mer war sehr hoch­wer­tig.

Es ist für alles gesorgt und sehr schön ange­rich­tet.

Jedes Zim­mer hat einen pri­va­ten Onsen oder Yaku­zi, indem das hei­ße Quell­was­ser hoch gepumpt wird.

Das Haus war kom­plett mit Holz und Tata­mi Mat­ten ein­ge­rich­tet. Wir tausch­ten Stra­ßen­schu­he gegen Holz­san­da­len und erkun­de­ten den eigent­li­chen Onsen­be­reich.

 

Egal ob Onsen oder Tem­pel, man fin­det über­all Geträn­ke­au­to­ma­ten. Wir bedien­ten uns.  Ich nahm mir ein Cal­pis mit (Limo­na­de auf Milch­ba­sis — ähn­lich wie Yakult vom Geschmack)

Das Onsen ist nach Männ­lein und Weib­lein getrennt.

Da ich der ein­zi­ge Gast war, konn­te ich Fotos machen. Neben Kos­me­tik­pro­duk­ten gab es auch eine Sitz­mög­lich­keit mit Mas­sa­ge­be­reich. Alles war im Preis mit inbe­grif­fen.

Ich möch­te euch an die­ser Stel­le noch eine japa­ni­sche Toi­let­te zei­gen. In japa­ni­schen Toi­let­ten zieht man extra Toi­let­ten Pan­tof­feln an (außer in öffent­li­chen Berei­chen), auch wenn man sich in pri­va­ten Haus­hal­ten befin­det, in denen man bereits Haus­schu­he trägt. Die Toi­let­ten haben eini­ge Beson­der­hei­ten wie z. B. Spül­ge­räu­sche, Spray und Bidet­funk­tio­nen sowie ein inte­grier­tes Wasch­be­cken. Dort läuft das Was­ser hin­ein, dass gleich­zei­tig den Spül­tank auf­füllt. Das cools­te ist aber die beheiz­ba­re Toi­let­ten­bril­le. 

Auf den Pla­ka­ten wird erklärt wie das hei­ße Ther­mal­was­ser aus der Erde geför­dert wird und auf ange­neh­me 42 Grad abge­kühlt (!!) wird. Außer­dem gibt es eini­ge Ver­hal­tens­re­geln die man im Onsen beach­ten soll­te.

Das Aller­wich­tigs­te ist, dass man sich vor dem Baden wäscht. Das Was­ser in der Wan­ne fließt zwar ste­tig nach, aber die Japa­ner baden nicht im Onsen zur Rei­ni­gung son­dern zur Ent­span­nung. Auch hier ste­hen eini­ge Dusch-Wasch- und Pee­ling­op­tio­nen bereit.

Die umge­dreh­te Schüs­sel, die ihr vor­ne seht, kann man mit Was­ser befül­len und anschlie­ßend über sich drü­ber gie­ßen. Man soll­te jedoch nicht sei­ne Haa­re mit dem Was­ser in Berüh­rung brin­gen. Man hält es nur eini­ge Minu­ten in dem hei­ßen Bad aus. Das kal­te Cal­pis aus dem Auto­ma­ten war sehr erfri­schend .

Zur Abküh­lung kann man im kal­ten Außen­be­reich umher­lau­fen und den Aus­blick auf das Meer genie­ßen. Das baden im Außen­be­reich war übri­gens eines der schöns­ten Erleb­nis­se für mich in Japan. Die­se Ruhe und Stil­le war wun­der­bar. Von oben hat es gereg­net und gestürmt. Doch durch das hei­ße Bad hat man hat sich warm und woh­lig gefühlt. 

Am Abend haben wir Pas­ta mit Thun­fisch und Toma­ten­sauce gekocht. Dazu gab es Tofu­schnit­ten (die habe ich mir gewünscht — ich lie­be Tofu!)

Den Abend haben wir ent­spannt aus­klin­gen las­sen. Die Chips auf dem obe­ren Foto kann ich sehr emp­feh­len. Der Aus­blick am Abend war sehr beein­dru­ckend. Die Lich­ter am Hori­zont sind übri­gens Yoko­ha­ma und Tokyo. In beson­ders kla­ren Näch­ten kann man sogar den Tokyo Tower sehen. 

Am nächs­ten mor­gen sind wir mit den Shink­an­sen, dem japa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug nach Kyo­to wei­ter gefah­ren. Unse­re letz­te Rei­se­sta­ti­on. Davon berich­te ich euch in mei­nem nächs­ten Rei­se­be­richt.

Ich hof­fe euch hat die­ser Bei­trag gefal­len und ich konn­te euch eini­ge Ein­drü­cke aus Yoko­ha­ma und Ata­mi mit­ge­ben. Der Bei­trag ist bis­her mein längs­ter, aber ich woll­te euch kei­nes der Shop­ping- und Food­fo­tos vor­ent­hal­ten.  Ich wün­sche euch ein schö­nes (Faschings) Wochen­en­de trotz der eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren.

Sarah

 

 

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