Takoyaki たこ焼き

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Takoyaki wollte ich schon seid langem einmal zubereiten, da man sie in Deutschland fast nirgends kaufen kann. In Japan ist Takoyaki ein beliebter Imbiss an Straßenständen und auf Festen. Es sind kleine Teigbällchen die gefüllt werden und mit Sauce und Mayonnaise überzogen werden.

Für zwei Portionen:

  • 340ml Dashi
  • 2 Eier (M)
  • 1 TL Sojasauce
  • 200g Weizenmehl
  • Beni Shōga
  • Frühlingszwiebeln

Für die Füllung:

  • Tiefkühl-Oktopus
  • Garnelen
  • Tofu
  • Würstchen
  • Weißkohl
  • Shiitake

Für die Sauce und zum dekorieren:

  • Mayonnaise (am besten japanische z. B. von Kewpie)
  • Tonkatsu Sauce
  • Katsuobushi (Fischflocken)
  • Aonori (Algenflocken)

Außerdem braucht ihr noch eine solche Takoyakipfanne. Man kann zur Not auch eine Pförtchen Pfanne oder Cake Pop Maker nehmen. Wichtig ist, dass das Gerät eine hohe Hitze erzeugen kann damit die Takoyaki außen schön knusprig und innen fluffig werden. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe eine solche Takoyakipfanne aus Gußeisen im Internet bestellt.

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Soweit ich weiß kann kann sie auf fast jedem Kochfeld benutzen. Ich habe ein normales Ceranfeld und bei mir funktioniert es sehr gut. Vor der ersten Benutzung und vor jeder weiteren benetzt ihr die Vertiefungen mit Öl.

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Ich benutze diesen Pinsel aus Silikon. Bei der ersten Benutzung schneidet ihr Gemüse z. B. Karotten klein und bratet sie in den Vertiefungen an. Entfernt diese nach dem Braten wieder. Danach könnt ihr Takoyaki machen. Ihr dürft die Pfanne niemals mit Spüli abwaschen. Wenn überhaupt mit Wasser. Die Pfanne darf und soll immer einen leichten Fettfilm haben. Essensreste könnt ihr mit einem Küchentuch abnehmen. Die Pfanne ist durch das erstmalige Erhitzen so gut beschichtet, das praktisch nichts anbrennt.

Dashi:

Als erstes bereitet ihr Dashi für den Teig zu. Dashi ist eine Fischbrühe die den Teig seine Würze gibt. Ihr könnt auch fertiges Dashi aus dem Asiamarkt kaufen, aber ich bereite es immer frisch zu, da ich komplett auf Geschmacksverstärker verzichten möchte. Hier findet ihr eine Anleitung für 800ml Dashi. Wir benötigen nur 340ml. Halbiert einfach das Rezept und stellt die Brühe nach der Zubereitung in den Kühlschrank. Den Rest Dashi könnt ihr einfrieren.

 

Takoyaki backen:

Erhitzt nun die Pfanne auf mittlerer Hitze. Vermengt nun die Eier, Mehl, Sojasauce mit der Dashi-Brühe bis ein homogener Teig entsteht. Schneidet das Beni Shōga und die Frühingszwiebeln in fein Stücke.  Es sollten jeweils 2-4 EL Beni Shōga und Frühlingszwiebeln sein. Schneidet die weiteren Zutaten für eure Füllung (Oktopus, Weißkohl, Shiitake) ebenfalls klein (ca. 1cm). 

Stellt nun die Pfanne auf eure Herdplatte und erhitzt sie auf mittlerer bis hoher Stufe. Wenn die Pfanne heiß ist, füllt ihr nun in die Vertiefungen den Teig zu 3/4 voll. Gebt eure Füllungen hinein und streut in jede Vertiefung etwas Frühlingszwiebeln und Beni Shōga nach Geschmack. Füllt nun die Vertiefungen voll mit Teig. Der Teig soll und darf über die Vertiefungen laufen. Mit einem Stäbchen und Zahnstocher nehmt ihr nun den Teig der übergelaufen ist weg und drückt ihn in die Vertiefungen. Der Teig wird sich mit der Teig leicht lösen lassen und auch etwas schrumpfen, so dass ihr ihn besser in die Vertiefungen drücke könnt. Geht nun nach und nach in jede Vertiefung und dreht die angebratene Seite um 90 Grad. Ihr merkt mit der Zeit wann die Takoyaki sich drehen lassen und wann sie noch zu flüssig sind. Je nach Konsistenz des Teiges und der Temperatur der Pfanne geht es schneller oder langsamer.

Dreht zuletzt noch alle Bällchen noch einmal im 90 Grad Winkel, so dass die von allen Seiten gleichmäßig gebraten werden. Die Oberfläche sollte golden braun und leicht knusprig sein. Das Innere fluffig, aber nicht mehr roh.

 

Topping:

Gebt die Takoyaki auf einen Teller und serviert sie warm mit Tonkatsu Sauce und Mayonnaise. Nach belieben könnt ihr sie mit Katsuobushi und Aonori bestreuen.

Die Zubereitung hört sich etwas kompliziert an, aber wenn man es ein-zweimal gemacht hat, hat man eigentlich den Dreh raus. Es ist etwas Geschick und Timing gefragt, aber man wird belohnt. Außerdem ist es ein tolles Essen, wenn man Gäste hat, bzw. wenn man eine offene Küche hat. Die Gäste können bei der Zubereitung zuschauen und jeder Gast kann seine Zutaten nach belieben wählen.

Hier ein Video wie Takoyaki an einem Straßenstand in Japan gemacht werden.

Zugegeben sind die Zutaten sehr speziell und nicht immer einfach zu bekommen. Im Footer meines Blogs habe ich eine Liste an Shops die japanische Lebensmittel über das Internet verkaufen. Bei Dae Yang und Shochiku solltet ihr alle Zutaten bekommen können. Die Zutaten aus diesem Rezept werden auch in vielen anderen japanischen Speisen verwendet. Wenn ihr also öfters japanisch kocht, lohnt es sich einen Großeinkauf zu machen.

Sarah

Werbung/Hinweis: Alle Beiträge auf diesem Blog spiegeln meine eigene Meinung wieder. Ich erhalte kein Geld für meine Blogbeiträge oder für die Nennung und Verlinkung anderer Webseiten. Alle Produkte von Casabento bekomme ich kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich berichte freiwillig und neutral über diese Produkte.

5 Gedanken zu „Takoyaki たこ焼き

  1. Token sagt:

    Hey Sarah! 😀 Ich wollte nur sagen, dass der Link zu deinem Blog unter deinem Bento-Daisuki-Avatar nicht funktioniert, da du https anstatt http drinstehen hast 🙂 Und deine Takoyaki sehen so lecker aus, ich bin neidisch! *__* Ich hab mir mal von Corichan eine echte Takoyaki-Pfanne gekauft und muss das auch mal testen, sobald ich wieder zuhause bei meinen Eltern bin! 🙂

  2. Sarah sagt:

    Hallo liebe Token, danke für den Tipp mit dem Link ich habe ihn angepasst. Danke, für dein Lob! Ich habe zwar keinen Vergleich, da ich noch nie zuvor Takoyaki gegessen habe(außer bei der Bäckerei Takka in Düsseldorf im Brötchen), aber ich fand sie sehr lecker! Die Zubereitung fand ich auch spannend. Man bekommt schnell den „Dreh“ raus wann man die Takoyaki wenden muss. Schreib mir mal ob es bei dir auch geklappt hat. Mit Foto! 🙂

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