Soba Boro そば ぼろ

20151203-DSCF7153

Soba kennen sicher einige von euch als Buchweizennudeln in Suppen oder auch kalt. Soba Boro sind traditionelle japanische Kekse, die ebenfalls aus Buchweizenmehl hergestellt sind. Sie sind schön knusprig und schmecken nach Karamell. In Kyoto sind sie ein beliebtes Omiyage (Souvenir).

Zutaten für 2 Backbleche Soba Boro:

  • 200g Buchweizenmehl
  • 160g weiches Weizenmehl (Hakurikiko)
  • 180g Sanon-tou, heller brauner Zucker
  • 2 Eier (M)
  • 6g Backpulver
  • 70g zerlassene, leicht gebräunte Butter
Wo bekomme ich die Zutaten her?

Das Buchweizenmehl findet ihr im gut sortieren Supermärkten oder im Bio-Markt. Als Mehl wird japanisches Hakurikiko (bei Dae Yang erhältlich) oder Weizenmehl Typ 405 verwenden. Wenn ihr Weizenmehl verwendet müsst ihr 20% des Mehls durch Stärke ersetzen. Ich hatte gerade nur Weizenmehl Typ 550 da. Es hat auch gut funktioniert. Ich hatte leider auch keinen Sanon-tou Zucker da (bekommt man wahrscheinlich auch im Bio-Markt oder Online), also habe ich 100g groben Rohrzucker und 80g feinen Zucker aus Zuckerrüben verwenden. Uns hat es sehr gut geschmeckt! 🙂

Die Eier sollten für das Verarbeiten Zimmertemperatur haben. Nehmt sie daher frühzeitig aus dem Kühlschrank heraus. Als erstes vermengt ihr die Mehle mit dem Backpulver und dem Zucker. Dann formt ihr eine Mulde und gebt die Eier hinein.

Teig zubereiten und über Nacht ziehen lassen

Die Butter erhitzt ihr in einem Topf bis sie leicht braun ist und anfängt zu duften. Gebt auch diese zum Teig und knetet alles gut durch. Dazu könnt ihr die Hände oder Knethaken verwenden. Formt aus dem Teig eine Kugel, wickelt ihn in Frischhaltefolie ein und legt ihn über Nacht in den Kühlschrank damit er gut durchziehen kann. Packt sie gut in die Folie ein, damit sie keine fremden Gerüche aufnehmen kann.

Soba Boro backen

Am nächsten Tag nehmt ihr den Teig etwa 45 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank heraus. Sonst ist er zu fest zum Verarbeiten.

Legt ihn auf einen Backpapierzuschnitt und rollt ihn ca. 0,5 cm aus. Legt zum Rollen am besten noch eine Klarsichtfolie auf den Teig, dann müsst ihr nicht nachmehlen. Der Teig könnte dadurch nämlich zu trocken werden.

Nun könnt ihr Formen aus dem Teig ausstechen oder kleine Kugeln aus dem Teig formen. Traditionell werden Soba Boro in Japan mit Blumenmustern ausgestochen und haben ein Loch in der Mitte. Ich habe diese Ausstecher von Sweet und Sweet verwendet. Die gibt es in verschiedenen Größen, so dass ich gaaaaanz große Keksblumen ausgestochen habe, mittlere ohne Loch und ganz kleine (Innenteil von den großen Blumen). Die ganz großen Blumen haben mir am besten geschmeckt. 😉 Die kleinen Blumen waren sehr knusprig so wie Russisch Brot (kennt ihr das?). Die Großen waren außen schön knusprig und innen bissfest.

20151126-DSCF7073 20151126-DSCF7078

Die Kekse backt ihr im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft etwa 10-12 Minuten auf mittlerer Schiene. Sie sollten goldgelb sein. Wenn sie frisch aus dem Backofen kommen und noch etwas weich sind, wundert euch bitte nicht! Sie härten beim abkühlen aus. Stellt zum Backen bitte auch noch eine Schale mit Wasser in den Backofen (auf den Boden). So werden die Kekse nicht zu trocken.

20151203-DSCF7147 20151203-DSCF7148

Lasst die Kekse auf einen Rost abkühlen und lagert sie trocken und luftdicht z. B. in einer Keksbox. Bei uns gab es diese Kekse zur Weihnachtszeit, aber man kann sie das ganze Jahr über essen.

Soba Boro als Geschenk aus der Küche

20151204-DSCF7234

Die Kekse halten sich eine Weile und eignen sich daher perfekt als Geschenk. Zum Nikolaus wanderten die Kekse bei und in diese süßen Papiertüten zusammen mit ein paar Clementinen (farblich passend 😉 ). Die Tüten gibt es auch noch in anderen Farben bei Sweet and Sweet.

20151126-DSCF7076

Zum Testen hatte ich eigentlich nur die kleinen Tüten bestellt, aber ich habe gleich einen ganzen Schwung an Tüten bekommen! Vielen Dank dafür an Jenny von Sweet and Sweet! 🙂

Mein Tipp: Soba Boro zum Kaffee … Mmmhhm lecker!

20151203-DSCF7164

Die Kekse schmecken übrigens besonders gut zum Kaffee wie ich finde. Sie haben eine ganz tolle, erdige Karamellnote. Der Buchweizengeschmack kommt auch sehr gut raus.

20151204-DSCF7223

Im Originalrezept von Amato von Wagashi Maniac war mehr Zucker und weniger Butter im Teig. Mein Teig war beim Verarbeiten etwas zu trocken und die Kekse einen Tucken zu süß (vielleicht liegt es daran, dass ich keinen Sanon-tou verwendet habe?). Daher habe ich im oben genannten Rezept die Zuckermenge reduziert und den Anteil an Butter erhöht.

Wenn man nach 蕎麦ぼうろ googelt findet man auch ganz tolle Bilder dazu. Ich glaube meine Soba Boro (mit den Löchern in der Mitte) sind viel größer als das Original, aber das mag ich an den Keksen. 😀

Sarah

Werbung/Hinweis: Alle Beiträge auf diesem Blog spiegeln meine eigene Meinung wieder. Ich erhalte kein Geld für meine Blogbeiträge oder für die Nennung und Verlinkung anderer Webseiten. Alle Produkte von Casabento bekomme ich kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich berichte freiwillig und neutral über diese Produkte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere