Set­subun 節分 (Mame-Maki + Ehō­ma­ki)

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Set­subun ist in Japan der Tag vor dem Früh­lings­an­fang. Die­ser wird jedes Jahr am 3. oder 4. Febru­ar gefei­ert. Die­ses Jahr war es der 3. Febru­ar. Die Ritua­le an die­sem Tag, die­nen der Ver­trei­bung und Abwehr der bösen Dämo­nen, der “Oni”. Set­subun ist kein gesetz­li­cher Fei­er­tag in Japan. Die Ritua­le wie das Boh­nen­streu­en (Mame-Maki) wer­den jedoch ger­ne gefei­ert. Natür­lich wäre es kein japa­ni­scher Fei­er­tag, wenn es an die­sem nicht auch spe­zi­el­le Spei­sen gäbe.

Mame-Maki 豆まき

An Set­subun wer­den zum einen ger­ne gerös­te­te Soja­boh­nen geges­sen. Sie sind schön knusp­rig und ein tol­ler Snack. Die Boh­nen wer­den  zusam­men mit ande­ren Süßig­kei­ten oder Spiel­zeug  in klei­ne Säck­chen getan und an Schrei­nen oder Tem­peln in die war­ten­de Men­ge gewor­fen. Oft sind es Mön­che oder Pries­ter die, die Boh­nen wer­fen. Aber auch Poli­ti­ker oder Pro­mi­nen­te machen bei Mame-maki mit.

Auch zu Hau­se streu­en die Men­schen Boh­nen aus um böse Dämo­nen zu ver­scheu­chen.

Tsui­na 追儺 oder Oni-yarai 鬼やらい

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Ein ande­rer Brauch ist das Tsui­na, bei dem in Tem­peln zuerst die Kami (Shin­to Göt­ter) geehrt wer­den. Danach wer­den als Oni ver­klei­de­te Teil­neh­mer mit Tän­zen ver­trie­ben.

In den Geschäf­ten kann man in Japan zu die­ser Zeit über­all Oni Mas­ken und gerös­te­te Boh­nen kau­fen. Die Mas­ken zei­gen meist eine rote oder wei­ße Gri­mas­se und haben gro­ße Augen und flet­schen die Zäh­ne.  

Ehō­ma­ki 恵方巻

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Neben den gerös­te­ten Boh­nen, isst man an Set­subun auch Ehō­ma­ki. Ehō­ma­ki sind Maki-Rol­len die grö­ßer sind als nor­ma­le Maki. Das liegt wahr­schein­lich dar­an, dass sie mit 7 ver­schie­de­nen Zuta­ten gefüllt sind. Dies soll Glück brin­gen. Belieb­te Zuta­ten sind Tama­go­ya­ki, Tofu, gebra­te­ne Shii­ta­ke, Aal, Saku­ra-Den­bu, Gur­ke und Kan­pyo (getrock­ne­te Strei­fen der Kür­bis­fla­sche).

Ich habe für mei­ne  Ehō­ma­ki fol­gen­de Zuta­ten ver­wen­det: Räu­cher­lachs, Gur­ke, Karot­ten, Tama­go­ya­ki, gebra­te­ne Shii­ta­ke, Räu­cher­to­fu und Lachs­rog­gen. Ich hof­fe es bringt mir Glück. 

Nor­ma­ler­wei­se isst man Ehō­ma­ki am Stück. Dies soll eben­falls Glück brin­gen. Da es aber schwie­rig ist das Nori abzu­bei­ßen, wür­de ich die Rol­le zum Essen auch in klei­ne Stü­cke schnei­den.

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Es gibt an Set­subun noch wei­te­re Ritua­le wie z. B. dass man das Ehō­ma­ki schwei­gend isst (was wegen des Kau­ens des Noris bestimmt kein Pro­blem sein soll­te, wenn man die Rol­le tat­säch­lich am Stück isst). Außer­dem soll man sich beim Essen in die Ehō-Rich­tung (Glück­li­che Rich­tung) set­zen. Die­se wech­selt jedes Jahr und wird vom jewei­li­gen Tier­kreis­zei­chen bestimmt. (2016 ist das Jahr des Affen). Ich weiß aller­dings nicht wel­che Rich­tung dem Affen zuge­ord­net wird. Es könn­te z. B. Nord-West sein oder Süd-Ost.

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Ein ande­rer Brauch ist es, nach dem Essen der Maki-Rol­le die gerös­te­ten Soja­boh­nen zu essen. Dabei wünscht man sich Glück und isst genau so vie­le Boh­nen wie man Lebens­jah­re zählt.

Hier gibt es noch ein paar schö­ne Fotos von Eho­ma­ki. Teil­wei­se gibt es sogar Ehō­ma­ki die statt Nori, in Tama­go­ya­ki gewi­ckelt sind. Auf der Ei-Mas­se sind mit Brand­ei­sen “Oni-Köp­fe” gebrannt. So kann man Ehō­ma­ki auch gut am Stück essen.  Auf die­ser Sei­te sieht man wie groß die Rol­len sind im Ver­gleich zu der Kat­ze im Hin­ter­grund! Mei­ne Rol­len waren etwas klei­ner. 

Sarah

2 Gedanken zu „Set­subun 節分 (Mame-Maki + Ehō­ma­ki)

  1. Satsuki sagt:

    Haha ich finds so cool, dass du wel­che gemacht hast 🙂 Fin­de das Essen am Stück aller­dings gar nich so schwie­rig, es gibt neu­er­dings ja auch in Deutsch­land den Trend die­ser lan­gen Rol­len als “Sushi Wraps” 😉

  2. Sarah sagt:

    😀 Das war eher eine spon­ta­ne Akti­on, als ich gese­hen habe das Set­subun war, haha. Für die ande­ren Fei­er­ta­ge wie Hina Mats­u­ri oder auch für das Hana­mi möch­te ich die­ses Jahr auch etwas kochen/backen. Ich ver­su­che mich zur Zeit auch an eini­gen Waga­shi. Lei­der sind mei­ne Kuro­ma­me Dai­fu­ku die­ses Jahr miss­lun­gen. Viel­leicht rei­che ich noch ein Hana­b­i­ri Mochi nach, wenn ich die Zeit und Muse habe. 😉

    Ich habe beim Essen immer Pro­ble­me mit dem Nori. Bei Oni­gi­ri fin­de ich es schon schwie­rig das Nori abzu­bei­ßen. Es ist so zäh. Viel­leicht gibt es da einen Trick den mir kei­ner erzählt … 😀 Schme­cken tut es mir aber trotz­dem.

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