Osechi Ryori 2016 お節料理

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Wie auch letztes Jahr, habe ich wieder eine Osechi Ryori (Neujahrsbento) zubereitet. Das Osechi gehört ist ein wichtiger Bestandteil des japanischen Neujahrsfestes (Shogatsu) und wird in Japan mit der Familie gefeiert.

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal Osechi zubereitet. Obwohl ich damals zwei Tage in der Küche stand um die einzelnen Speisen zuzubereiten, sah es am Ende nicht so feierlich aus, wie ich es mir erhofft hatte. Dieses Jahr wollte ich es besser machen (und nicht so lange in der Küche stehen). Beides ist mir gut gelungen, wie ich finde.

Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich dieses Jahr etwas später mit dem Osechi dran bin. 😉 Eigentlich wird es ja zu Neujahr gegessen, jedoch hatte ich bis vor ein paar Tagen keine Muse ein Osechi zuzubereiten und halbherzig wollte ich dies nun auch nicht tun.

Ich habe die Zutaten im Vergleich zum letzten Jahr etwas abgewandelt und auf Reste die ich eingefroren hatte zurück gegriffen. Somit hat sich das Kochen von zwei Tagen auf zwei Stunden reduziert. 🙂

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In der ersten Box meiner Yubako Box (mehrstöckige Bento Box) habe ich Sekihan zubereitet. Sekihan ist Mochigome (Klebreis) der mit Adzuki Bohnen gekocht wird. Deshalb hat der Reis auch eine rötliche Färbung. Dieses Gericht ist kein typisches Osechi Gericht, wird in Japan aber zu feierlichen Anlässen (Geburtstag, Hochzeit) gerne gegessen. Die Farbe Rot soll Glück symbolisieren. Ich habe übrigens Genmai Mochigome (Vollkorn Klebreis) verwendet und schwarzen Sesam darüber gestreut.

Es hat lecker geschmeckt und macht optisch auch was her. Für jeden Tag bevorzuge ich allerdings normalen Kurzkornreis oder auch mal Genmai Kurzkornreis.

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In der zweiten Box befinden sich die kleinen Kostbarkeiten des Osechi. In der Mitte ganz typisch ist Fischroggen (ich habe Fischroggen von der Forelle verwendet), serviert in einer Limette.

Darüber sind Shiitake Pilze. Ich habe mit einem Messer einen Stern in den Pilzschirm geschnitzt. Auch dies ist typisch für Osechi/Bento und japanische Gerichte.

Links neben den Shiitake, ist Kamaboko (Fischkuchen). Dieses Jahr habe ich ihn gekauft. Leider habe ich keinen rosa Kamaboko mehr bekommen. Ich hätte die Scheiben gerne abwechselt geschichtet, wie man es bei vielen Osechi sieht.

Rechts oben ist ein kleiner Salat aus eingelegten Karotten und Schwarzwurzel (Tsukemono). Darunter sind abwechselt Tofu (Aburaage) und Konnyaku geschichtet. Darunter sind zwei Scheiben Datemaki (gerolltes Omelette mit Fisch).

Unter dem Fischroggen sind drei gekochte Garnelen und daneben eingelegte süße schwarze Bohnen (Kuro Mama ama ni).

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Zuletzt habe ich links noch zwei Kumquats hinein gelegt. Da man das japanische Neujahr auch mit Kagami Mochi in Verbindung bringt, sind die Kumquats daran sozusagen optisch angelehnt.

Dekoriert habe ich das Essen mit Salat und essbaren Blüten (die gelbe Blume ist essbar). Das hätte ich beim letzten Osechi auch schon tun sollen. 🙂

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Die anderen Blumen für die Dekoration habe ich beim Floristen gekauft. Diese kann man leider nicht mitessen.

Ich hoffe euch hat das diesjährige Osechi gefallen? Ich fand es ganz lecker. Am besten schmeckt uns Datemaki. Ich mag die Kuro Mame auch sehr gerne – allerdings lieber in Mochi oder Kuchen. Falls ich nächstes Jahr noch einmal Osechi Ryori mache (was recht wahrscheinlich ist), werde ich andere Speisen verwenden. Im Gegensatz zu den Mahlzeiten die wir sonst essen, sind die Speisen für Osechi schon sehr exotisch (obwohl wir öfters in der Woche japanisch kochen). Am liebsten essen wir Sushi, Tempura und Kare Raisu. Ich könnte mir Sushi sehr gut in Osechi vorstellen. Bis dahin habe ich ein paar schöne Bilder von Osechi Ryori als Inspiration für euch.

Habt ihr schon einmal Osechi Ryori zubereitet? Was habt ihr für Speisen verwendet und standet ihr auch so lange in der Küche dafür, wie ich beim ersten Mal? 😉

Sarah

4 Gedanken zu „Osechi Ryori 2016 お節料理

  1. Akari sagt:

    WOW! Das sieht wirklich sehr sehr hübsch aus. Mir gefällt vorallem die Idee mit den essbaren Blüten *_*

    Schmeckt der Reis mit den Adzuki Bohnen denn herzhaft oder eher süßlich?

  2. Silvia Moor sagt:

    Ich lese deinen Blog schon sehr lange, und freue mich immer über die informativen Inhalte und die schönen Fotos. Vielen Dank für das heurige Osechi Ryori 2016 – ich wünschte, ich hätte die Geduld, auch so etwas zu machen.

    Meine Schwägerin ist übrigens aus Japan, und ich konnte schon oft mit Wissen aus deinem Blog bei ihr punkten! 🙂

    Liebe Grüße, Silvia

  3. Satsuki sagt:

    Wahnsinn, da hast du dir aber echt Mühe gemacht! Sieht toll aus!

    Nach dem Mineralbad werde ich mal Ausschau halten… Wobei ich noch nie im Müller war und den eig boykottiere, da er Tierfellmützen verkauft 🙁

  4. Sarah sagt:

    Danke für die lieben Kommentare und das Lob *rotwerd*. 😀

    @Akari, Mochigome schmeckt eher süßlich. Man kann ihn gut für Milchreis verwenden, aber ungesüßt auch als Beilage für Gemüse oder Tofu. Die Süße ist nur dezent.

    @Silvia Moor, danke für dein tolles Feedback. Das finde ich interessant, dass deine Schwägerin (Japanerin) ist und ich dir mit meinem Blog Wissen über japanisches Essen und Kultur vermitteln konnte. Ich war leider noch nie in Japan. Dies ist noch ein unerfüllter Lebenstraum von mir. Daher weiß ich nicht ob die Speisen dort auch genauso schmecken. Ich versuche aber immer authentisch zu Kochen und mich über die Speisen und auch Kultur so gut es geht zu informieren.

    @Satsuki, danke dir! Tierfellmützen müssen wirklich nicht sein … vielleicht kannst du es im Internet bestellen. 😉 Liebe Grüße in den Norden

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