Onigiri 御握り

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Onigiri sind Reisbällchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Füllungen. In Japan sind sie als Fast Food sogar noch beliebter als Sushi. Es gibt Onigiri in vielen Convenience Stores und Onigiri-Geschäften (Onigiri-ya) zu kaufen. Sie sind vielfältig, da man den Teig würzen kann und sie beliebig Füllen kann. In diesem Beitrag stelle ich euch meine Lieblingsvariationen vor.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Tasse japanischen Kurzkornreis
  • Sojasauce
  • Zutaten eurer Wahl z. B. Rührei, Erbsen, Frischkäse, Umeboshi, Räucherlachs, schwarzen Sesam …

Als erstes kocht ihr den Reis. Hier findet ihr eine Anleitung wie man japanischen Reis kocht.

Reis mit Zutaten verfeinern

Wenn der Reis abgekühlt ist könnt ihr in nun nach belieben verfeinern. Beliebte Zutaten sind:

  • Rührei
  • gekochte Edamame
  • Erbsen
  • schwarzen (gerösteten) Sesam
  • Gomashio (weißen gerösteten Sesam mit Meersalz)
  • Furikake (Reisgewürz: fertig zum kaufen oder auch selbstgemacht)
  • Katsuobushi
  • Aonori (feines Algenpulver)

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Gekauftes Furikake mit Ei -Geschmack und Sesam-Geschmack.

Onigiri in form bringen

Vermengt eure Zutaten nun mit dem Reis. Wichtig ist, dass ihr nicht zu viel hinzugebt (vor allem bei Edamame, Rührei und Erbsen). Der Reis muss noch gut formbar sein, sonst bricht er euch später auseinander.

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Jetzt könnt ihr die Onigiri mit der Hand oder mit einer Onigiri-Form formen. Wenn ihr den Reis mit der Hand in Form bringt, könnt ihr zur Hilfe eine Klarsichtfolie verwenden. Damit bleiben die Hände schön sauber.

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Beliebt sind übrigens die dreieckige Form, die runde Form oder die Kapsel (siehe Abbilungen aus dem Buch Bento Boxen – Japanese Meals on the go von Naomi Kijima).

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Wenn ihr eine Reisform benutzt befeuchtet diese vorher mit Wasser, damit der Reis nicht daran kleben bleibt. Füllt dann den Reis in die Form und drückt das Gegenstück runter. Nehmt das Gegenstück weg und stürzt die Onigiri vorsichtig aus der Form.

Jetzt könnt ihr um das Onigiri noch Nori wickeln oder ein Blatt Shiso. Das hat den praktischen Hintergrund, dass beim Essen die Hände sauber bleiben. Lecker sind sie auch noch. Das Nori könnt ihr diagonal durchschneiden und es um den (dreieckigen) Reisball wickeln. Auch Streifen und Motive sind mit Nori möglich.

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Fertige Reisförmchen gibt es übrigens mit auch Comicmotiven, wie Bären oder Autos. Diese kann man dann mit Nori, Käse und Schinken verzieren. Vor allem bei Kindern kommen diese Reisbällchen in Japan gut an. Hier meine Variation mit Doraemon Motiv.

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Katsuobushi-Onigiri mit einem Shiso Blatt, Onigiri mit Edamame und Onigiri mit Umeboshistücken und schwarzem Sesam.

20140818-IMG_7963Onigiri mit Ei, Chili und Aonori.

Yaki Onigiri

Eine beliebte Form von Onigiri, ist Yaki Onigiri. Dabei bestreicht ihr die Seiten des Onigiri mit Miso und bratet es in einer Pfanne an.

Ideen für Onigiri-Füllungen

Wenn ihr eure Onigiri noch füllen wollte, gebt ihr erstmal nur die Hälfte des Reises in die Form/auf die Hand. Dann gebt ihr die Füllung dazu und darauf die zweite Portion Reis. Achtet darauf, dass das Reisbällchen nicht bricht. Das geschieht schnell, wenn ihr zuviel Füllung hinein gegeben habt.

Viele Japaner essen ihre Onigiri gerne mit einer Umeboshi (eingelegte  Um-Früchte). Diese wird entweder in den Reis gedrückt oder kleingeschnitten im Reis vermengt. Achtung, viele Umeboshi haben noch einen Kern, den man nicht mitessen sollte.
  
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Umeboshi (eingelegte Ume-Früchte)

Onigiris sind perfekt für Bentos, da man sie super vorbereiten kann und auch über Nacht im Kühlschrank lagern kann. Am besten wickelt ihr sie dazu in Klarsichtfolie ein, da sie ansonsten schnell trocken werden. Auch übrig gebliebener Reis vom letzten Essen, lässt sich gut zu Onigiri verarbeiten. Ihr könnt das Onigiri in einer Bento Box oder in einer passenden Onigiri Box transportieren.

Sarah

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3 Gedanken zu „Onigiri 御握り

  1. Sam sagt:

    Hallo! Erstmal ein Kompliment an dich und deinen abwechslungsreichen Blog, die Fotos und Rezepte überreden einen einfach, die Gerichte nachzukochen! Ich habe allerdings eine Frage und eine Bitte:

    Ich habe mir heute eine Onigiri Form gekauft und schon oft im Internet gesehen, dass die Form vor der Benutzung mit gesalzenem Wasser befeuchtet wird, damit die Onigiri besser „rausflutschen“. Machst du das auch oder klappt es auch ohne gut?

    Und nun zu der Bitte: Würdest du einmal die Verpackungen der Furikake fotografieren, die du benutzt, und dann vielleicht darunter schreiben wonach sie schmecken bzw. wie der Geschmack (auf deutsch) heißt? Das wäre zum Einkaufen sehr hilfreich! Ich habe nämlich heute Furikake gekauft und konnte leider nicht nach Geschmack entscheiden, da ich die japanische Schrift leider nicht lesen kann ;D Von daher musste ich nach Farbe entscheiden ^^ Wär echt nett, wenn du das tun könntest! Vielleicht findest du ja Zeit.

    Danke im Voraus für die Antwort! =)

    Liebe Grüße und weiter so 😉

  2. Sarah sagt:

    Vielen Dank erstmal für das Lob! Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt.

    Ich befeuchte meine Reisförmchen auch immer mit Wasser, damit der Reis besser raus zu drücken ist. Funktioniert auch ohne das Salz im Wasser. 😉

    Ich bin schon etwas länger an einem Furikake Beitrag dran, wo ich die verschiedenen Sorten mit Onigiri fotografiere. Wenn ich wieder etwas Zeit habe werde ich noch ein paar Fotos machen und dann den Beitrag online stellen. Allerdings bin ich mir bei manchen Sorten auch nicht sicher welchen Geschmack diese haben, da ich kaum japanisch kann, aber die, die ich weiß werde ich entsprechend deklarieren. 🙂

  3. Reca sagt:

    Eine Japanische Email Freundin hat mir neulich einen Link zu einer ihrer Lieblings Serein gesendet „Hana Yori Dango“. Darin kammen solche Reisbällchen wie die die ich über google auf deinem Blog gefunden habe. Das ist echt klasse hier mit den Rezept und so. Ich weiß ga rnicht ob du es auch shcon mal ausprobiert hast aber ich mache meine Reisbällchen mit Milchreis Reis von Aldi ist für mich günstiger (ohne Milch nur Wasser). Und die schmecken auch super, Und nun habe ich eine weitere Variante von den Reisbällchen. Ich freu mich so. Gruß Reca

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