Matcha まっちゃ

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Nachdem sich Token und Amato schon mit dem Thema Matcha beschäftigt haben, wollte ich Matcha auch einmal probieren. Das besondere an Matcha, dass er ein gemahlener Grüntee ist. Das Pulver löst sich in der Milch oder im Wasser auf und wird mitgetrunken. Das ist sehr praktisch, da man ihn auch zum und backen verwenden kann.

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Um Matcha zuzubereiten braucht man Matcha Pulver, einen Bambusbesen, auch Chasen genannt und eine etwas breitere Tasse. In Japan nennt man dieses Gefäß Chawan. Es kann verschiedene Formen haben und sogar die größe einer Müslischüssel haben. wichtig ist vor allem das, dass Gefäß nicht zu schmal ist, da man den Tee ansonsten nicht gut aufschäumen kann.

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Viele Matchas sind mit einem Metallverschluss oder luftdichten Plastiklid verschlossen. Matcha sollte auch wenn er geöffnet wurde, lichtgeschützt und gut verschlossen gelagert werden.

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Hochwertiger Matcha hat eine leuchtend hellgrüne Farbe und riecht sehr aromatisch nach grünem Tee.

Wenn ihr einen neuen Chasen kauft, sind die Bambusborsten nach innen gebogen und die Borsten in der Mitte sind zu einem Stempel gedreht, ähnlich wie die Stempel bei Blumen. Vor jedem Gebrauch, gießt man heißes Wasser in den Chawan und stellt den Chasen hinein. Die Schale wird aufgewärmt und die Bambusborsten spreizen sich dadurch.

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Die Borsten werden nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurück gehen, also bitte nicht wundern.

Mit einem Chashaku, einen Bambuslöffel gibt man nun zwei Löffel in die Schale. Ich habe leider keinen, deshalb dosiere ich den Matcha mit einem Teelöffel. Dann füllt man den Chawan mit heißem, nicht kochendem Wasser und vermengt mit dem Chasen das Pulver, damit er sich gut auflöst. Danach schlägt man in schnellen Zick-Zack-Bewegungen den Tee auf, bis Schaum entsteht.

Am besten klappt das wenn man an der Wasseroberfläche den Tee schlägt. Am Ende macht man mit dem Chasen eine Kreisbewegung und nimmt ihn in der Mitte heraus, damit eine Erhebung im Schaum entsteht.

Das erste Mal fand ich den Matchageschmack etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht so herb wie erwartet. Er schmeckt mild und nur leicht herb im Gegensatz zu  anderen Grünteesorten. Leider ist er sehr teuer, da die Herstellung sehr aufwendig ist.

Den Chasen sollte man nach der Benutzung gut trocknen lassen, da er schnell schimmeln kann. Es gibt auch spezielle Behältnisse in denen man ihn aufbewahren kann z. B. auf einem Chasentate. Den Chasen habe ich bei Casabento gekauft. Es gibt ihn mittlerweile aber auch in guten Teeläden zu kaufen.

Matcha enthält übrigens wie alle Grünteesorten Koffein. Zusätzlich enthält er viele Antioxidantien. Man sagt ihm nach, dass er deswegen eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. In jedem Fall macht er euch genauso wach, wie ein Espresso es tun würde.   

Tipp: Zu Matcha passen übrigens gut japanische Süßwaren wie Mochi oder Dorayaki. Da der süße Geschmack einen Kontrast zu dem leicht herben Tee bildet. Von Amato habe ich den Tipp, dass man Matcha übrigens auch mit Milch und Zucker trinken kann. Leider ist Matcha recht teuer. Mittlerweile zahlt man für eine Dose mit 40g ungefähr 15-20 Euro. Es ist nicht selten, dass man für besonders hochwertigen Matcha sogar 30 Euro zahlt.

Sarah

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9 Gedanken zu „Matcha まっちゃ

  1. Amatō sagt:

    Schön dass Du auch auf den Geschmack gekommen bist, mach Dir mal ein wenig Milch/Zucker da rein(auch in den Chawan) wie grüner Kafee eben.So lecker!
    UND GESUND!
    🙂

    PS: wenn Du nicht geschrieben hättest, dass es eine Müslischale ist,wäre ich NIE darauf gekommen,das es kein Chawan ist, es gibt viele in dieser Form. 😉
    (schnell löschen ;-))

  2. Sarah sagt:

    Danke für den Tipp mit Milch und Zucker, habe ihn gleich ausprobiert (hatte leider keine Milch da, aber mit Zucker schmeckt der Matcha noch besser, mit Milch werde ich gleich morgen nachholen ^^) Ich war ja echt nie ein Kaffee-Fan, aber an Matcha könnte ich mich gewöhnen.

    Oh, wusset gar nicht, dass es auch Chawan(e?) gibt die durchgängig gewölbt sind. Die gusseiserne Schüssel mit dem grün lackiertem Boden ist gut getarnt als (Müsli)schüssel, nicht wahr? *grins* Aber ich lass es mal so stehen … werde mir über kurz oder lang einen Chawan besorgen um mal den direkten Vergleich zu haben, ist halt irgendwie stilecht. Ein Chashaku fehlt mir auch noch, um alles komplett zu machen. (^.^)

    Übrigens ein schöner Beitrag über Dorayaki!!! ich habe vor kurzem auch Dorayaki gemacht, kam abe rnoch nicht dazu darüber zu schreiben, jetzt trau ich mich ja schon fast gar nicht mehr bei deinen schönen Fotos. (*^.^*) Aber lustig, dass wir fast zur selben Zeit Dorayaki gemacht haben! Habe dann auch wieder mehr Anko gemacht und deinen Tipp mit dem Anko auf Toast ausprobiert!!! Das schmeckt zum Frühstück mit einer Tasse Matcha wirklich, wirklich gut! Auf jeden Fall super abwechslungsreich zu Marmelade und Standart-Cornflakes!

  3. Haruko sagt:

    Hallo Sarah, willkommen in der Gemeinschaft der Matcha-Trinker. amato hat recht, es gibt viele Formen von Chawan, im Sommer sind sie teilweise sehr flach so dass man beim Schlagen aufpassen muss nicht überzuschwappen.
    Matcha mit Milch und Zucker ist zwar nicht stilecht, aber sehr lecker, auch als Matcha-Latte.
    Was mich gewundert hat sind die großen Klumpen in der Dose, selbst ganz frischer Tee sollte nicht so stark kleben…
    Chashaku sind teilweise ziemlich teuer, interessant ist dabei dass man besser wegkommt sie z.b. bei ebay(yuuki-cha, ryumeico)zu bestellen, als sie im Teeladen zu kaufen.

  4. Die Böse Hexe des Westens sagt:

    Hihi, der Rasierpinsel sieht ja vor dem ersten Benutzen eigentlich viel zu süß aus, um diese Form dann für immer zu zerstören ^^

  5. Token sagt:

    schön, dass du nun auch endgültig auf den Geschmack von Matcha gekommen bist ;D Ich habe letztens Matcha-Bubble-Tea gemacht der war auch sowas von genial (hab leider vergessen Fotos zu machen so schnell war er weg hi hi) Aber ich wiederhole das bestimmt irgendwann mal wieder… Und zu deiner Mail – werde ich dir auch noch bald was schicken – hab grad im Moment weniger Zeit lange Briefe zu schreiben ^^° Aber ich hab schon noch ein paar Fragen, kannst dich schon drauf einstellen 🙂

    Anko auf Toast ist echt lecker und Matcha-Butter auf Toast übrigens auch (die Matchacreme, die auf Mushipan kommt) oder hast du schonmal versucht Anko mit Schlagsahne zu mischen und in Dorayaki zu geben! *_* <3 ich liebe es!

  6. Sarah sagt:

    @Amato, ich habe jetzt deinen Tipp mit dem Milch und Zucker befolgt! Schmeckt klasse! Das werde ich jetzt jeden morgen machen wenn ich Zeit habe!

    @Hexe, der Chasen sieht wirklich schön aus wenn er neu ist. Zu den Teezeremonien wird übrigens immer ein neuer Chasen genommen.

    @Token, Matcha-Bubble-Tea hört sich toll an! Ich möchte auch mal Bubble Tea trinken. Kenne den nur von Bildern. Ich freue mich schon von dir Post zu bekommen und werde mir auch Zeit nehmen, alle deine Fragen zu beantworten. (^-^)
    Mhmmmmm…. Anko mit Schlagsahne … das wär ja mal was!

  7. Sarah sagt:

    @Haruko, ich wusste gar nicht, dass es Sommer- und Winterchawan gibt! Die großen Klumpen in der Dose habe ich mit einem Teelöffel zerdrückt. Vielleicht stand der Matcha schon etwas länger im Laden, obwohl das glaube ich nicht, es gibt ihn noch nicht all zu lange bei TeeGeschwender wenn ich mich nicht irre. Habt ihr eigentlich auch immer einen „Teesatz“ wie Kaffeesatz auf den Boden des Chawan wenn ihr ausgedrucken habt, bei mir bilden sich immer kleinere Klümpchen wenn ich den Matcha verquirle. Muss gestehen das ich kein feines Sieb habe wo ich den Matcha immer durchdrücken könnte. Verringert das die Qualität denn sehr?
    Danke für den Tipp auf ebay!

    @Token, die Seite mit dem Matchazubehör ist wirklich toll! Hast du da auch deinen Chawan gekauft? Deinen finde ich immer noch am schönsten, weil es so aussieht als ob da grüne Farbe den Becher entlang läuft, passt so schön farblich zum Matcha. *schwärm* (*^.^*)

  8. Sendo sagt:

    Sehr interessanter Artikel zum Thema Matcha!
    Ich bin seit ein paar Wochen auch ein riesen Matcha-Fan, vorher kannte ich nur den grünen Tee aus China. Den mag ich aber jetzt nicht mehr, bei mir trinken alle nur noch Matcha.

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