Kimchi 김치 + Kimchi Fried Rice

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Vielleicht habt ihr Kimchi schon einmal in einem koreanischen oder japanischem Restaurant gegessen. Kimchi ist eingemachtes Gemüse (ähnlich wie Sauerkraut) und gehört in Korea zusammen mit Reis und Suppe zu jeder Mahlzeit dazu. Es gibt zahlreiche Kimchi Rezepte und je nach Region wird es eher schärfer oder salziger zubereitet. Kimchi ist im Prinzip das Gegenstück von Tsukemono in der koreanischen Küche.

Der Vorteil an Kimchi ist, dass es sich sehr lange hält und ein guter Lieferant für Vitamin C ist. Mein Kimchi hatte ich eine Woche vor Ostern zubereitet. Vor zwei Wochen war es dann aufgebraucht ( ca. 10 Wochen) nach und noch bis zum Schluss genießbar. 🙂 Mehr Infos zur Lagerung sowie Zubereitung und Rezepte mit Kimchi erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Zutaten für Kimchi (Inhalt für 2 Liter Einmachgläser)

  • 1 Chinakohl
  • 2-3 EL Salz
  • 1 EL Klebreismehl
  • 3-4 EL Chilipulver
  • 4 EL Zucker
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Zwiebel (mittelgroß)
  • 2-3 Knoblauchzehen (gepresst)
  • 1 TL Ingwer
  • 1 EL Sojasauce
  • optional: Karotten, Gurken, Radischen, Rettich, Kohlrabi
  • optional für die Sauce: 1 süßen Apfel

Außerdem braucht ihr

  • 2 Einmachgläser (jeweils 1 Liter Kapazität)
  • eine Auflaufform/Schüssel zum Einweichen
  • Mixer/Standmixer

Ich habe übrigens Shiratamako als Klebreismehl verwenden und für das Chilipulver habe ich Chilis aus einer Chilimühle verwendet. Das hat sehr gut funktioniert. In manchen Rezepten werden auch gerne Rettich, Gurken, Äpfel und Karotten mit fermentiert. Ich habe auch ein paar Karotten mit dazu gegeben. Das Rezept könnt ihr nach eurem Geschmack variieren.

6-8 Stunden einweichen

Als erstes muss der Chinakohl eingeweicht werden. Das Waschen des Kohls könnt ihr euch vorerst schenken. Er wird nach dem Einweichen gründlich gewaschen.

Gebt  das Salz in eine Tasse. Gebt kochendes Wasser hinein und rührt bis das Salz sich aufgelöst hat. Gebt die Salzwassermischung in ein oder zwei Schüsseln oder Auflaufformen. Je nachdem wie groß euer Kohl ist braucht ihr ein oder zwei Schüsseln. Der Chinakohl wird erst einmal geviertelt, und dann jeweils in drei Teile geschnitten und in die die Schüsseln gelegt. So hat er eine mundgerechte Größe. Den Strunk könnt ihr auch abschneiden. Gebt nun so viel Leitungswasser hinzu bis der Chinakohl bedeckt ist. Lasst das Ganze jetzt 6-8 Stunden einweichen. Der Kohl ist fertig wenn die Blätter schlaff herunter hängen, aber die kleinen gelben Blätter am Strunk noch etwas knackig sind.

An dieser Stelle könnt ihr auch kleingeschnittene Karotten, Radieschen, Rettich, Kohlrabi und Gurken dazu geben.

Sauce für kimchi herstellen

Nun erhitzt ihr das Klebreismehl mit 200ml Wasser in einem Topf und rührt ca. 5 Minuten bis die Paste eingedickt ist.

Gebt die Paste zusammen mit dem Chilipulver, dem Zucker und die Sojasauce in einen Mixer. Dazu kommen noch kleingeschnittene Frühlingszwiebeln, Zwiebel, gepresster Knoblauch und der Ingwer. Optional könnt ihr hier auch einen süßen Apfel dazu geben. Püriert alles gut bis ihr eine  schöne, rote Paste erhaltet.

Chinakohl waschen und Kimchi herstellen

Nun wird der Kohl unter laufendem Wasser gewaschen. Ich mache das unter einem Sieb. Dort kann er dann auch kurz Abtropfen.

Vermengt nun den Kohl mit der Chilipaste und gebt ihn in die Einmachgläser. Verschließt das Glas luftdicht und lagert es einen Tag bei Zimmertemperatur. Da die Blätter nun fermentiert werden, müsst ihr das Glas mehrmals am Tag (mindestens morgens und abends) öffnen, damit nicht zuviel Druck auf dem Glas ist. Ich nehme ganz gerne Drahtbügelgläser. Die kann man auch etwas offen lassen, oder den Gummiring abmachen. Gläser mit Kunststoffverschluss gehen auch, allerdings bekommt ihr da den Geruch des Kimchi nicht mehr raus. 😉

Lagerung

Nach einem Tag lagert ihr das Kimchi  weiter im Kühlschrank. Im Prinzip habt ihr jetzt fertiges Kimchi. Hurra! Der Geschmack wird sich aber die ersten Tage ändern. Ich kann gar nicht genau sagen, wie es am Ende geschmeckt hat im Gegensatz zur frisch zubereiteten Version. Auf jeden Fall ist es sehr scharf und sehr lecker. 😉 Die ersten Tage wird es weiter gären und sollte einmal am Tag geöffnet werden. Ihr merkt nach einer Weile, dass nicht mehr so viel Druck auf dem Glas sein wird. Das Kimchi hält sich mehrere Monate im Kühlschrank. Ihr müsst nur darauf achten, das Kimchi im Glas nicht mit benutztem Besteck heraus zu nehmen. Dadurch kann das Kimchi schlecht werden.

Tipp: Wenn ihr es nicht so scharf mögt, nehmt erst mal nur 1-2 EL Chilipulver.

Euer Kühlschrank wird zwar extrem nach Kohl, Knoblauch und Chili riechen und eure Mitbewohner, Freunde oder Eltern werden denken, dass etwas verdorbenes  im Kühlschrank vor sich hinvegetiert, aber keine Sorge das ist normal. 😀

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Rezepte mit Kimchi

Zugegeben Kimchi sieht auf dem ersten Blick nicht sehr lecker aus, und wie oben beschrieben reicht es auch recht gewöhnungs bedürftig, aber man kann daraus viele leckere Rezepte zubereiten. Kimchi ist eine leckere Beilage zu Reis und Suppe.

  • Vor allem als Fried Rice Variante finde ich Kimchi sehr lecker. Dazu nehmt ihr frischen Reis (oder vom Vortag) und bratet ihn zusammen mit Gemüse eurer Wahl an. Gut schmecken tut z. B. Edamame, Bambussprosse, Karotten, Paprika oder Tomaten. Dazu gebt ihr am Schluss noch ein gebratenes Ei /oder Rührei und das Kimchi. Bratet alles kurz miteinander an und vermengt es. Fertig. Optional kann man noch Ketchup oder Tonkatsu Sauce darüber geben.
  • Kimchi ist auch eine tolle Beilage zu frittierten Gerichten z. B. Eby Fry, Tempura oder Kaarage. In Düsseldorf esse ich bei Naniwa gerne Kaarage mit Kimchi.

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Karaage im Naniwa (Kimchi ist leider nicht mit dem Bild)

  • Außerdem wird Kimchi auch gerne in anderen koreanischen Rezepten verwendet z. B. in dem Klassiker Bibimbap. Eine Schale Reis mit mehreren Beilagen und eine Chilisauce. Das Rezepte findet ihr hier.

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Bibimbap mit Ei, Kimchi und weiteren Zutaten

Ich hoffe euch hat das Rezept gefallen? Es ist zwar etwas aufwendig in der Zubereitung, aber dafür hat man Wochenlang etwas davon und kann das fertige Kimchi für viele Rezepte verwenden. Ich werde es bestimmt noch einmal zubereiten und vielleicht noch etwas mit anderen Zutaten verfeinern. Wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen zu Kimchi habt lasst es mich wissen.  

Sarah

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2 Gedanken zu „Kimchi 김치 + Kimchi Fried Rice

  1. Sylvia sagt:

    Lecker Kimchi. Ich liebe das Zeug. Kaufe mir meinem immer im örtlichen Russenladen. Selbermachen habe ich noch nicht probiert. Ist auch noch eine Idee.

  2. Sarah sagt:

    Gekauftes Kimchi habe ich noch nie gegessen. Leider habe ich hier keine Quelle wo ich Kimchi kaufen könnte, außer in den Onlineshops. Daher mache ich viel Selbst wenn ich Zeit und Muse habe.

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