Hanami Dango 花見団子

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Blüht bei euch auch gerade die Kirschblüte? In Japan ist das bestaunen der Kirschblüte (Hanami花見 – Blüten betrachten) ein großes Ereignis und wird mit Picknick und Sake gefeiert. Gerne werden auch diese kleinen Reiskuchen am Spieß gegessen. Die Farben stehen für die verschiedenen Teile des Kirschbaumes. Rosa steht für die Blüten, Weiß für die Zweige und Grün für die Blätter.

Ich habe für Hanami Dango mein Rezept für Mitarashi Dango abgewandelt. Dango schmecken nicht sehr süß, dafür sättigen sie aber sehr gut. Sie eignen sich sowohl als Nachtisch, als auch als Snack für Zwischendurch.

Für 3 Dango Spieße/3 Personen:

  • 100g Joshinko (Reismehl)
  • 80g Shiratamako (Klebreismehl)
  • ca. 150ml Wasser
  • 30g Zucker
  • 1 TL Matcha
  • 2 TL Koshi-An oder rote Lebensmittelfarbe
  • 3-Bambusspieße
  • Bambusdämpfer

Nachtrag 27.04.2017: Ihr könnt für eurer Hanami Dango gerne Anko verwenden um es rot zu färben. Geschmacklich finde ich diese Variante auch sehr schmackhaft. Allerdings nennt man diese Variante von Dango dann Botchan Dango. Im Original färbt man das Dango mit roter Lebensmittelfarbe. Für Botchan Dango verwendet man Matcha(grün), Eigelb(gelb) und Anko(rot).

Als erstes mischt ihr das Joshinko, Shiratamako und den Zucker zusammen. Teilt das Mehl in 3 gleiche Teile auf (60g pro Schüssel). Gebt in die erste Schüssel den Matcha und in die zweite das Koshi-An. Gebt nun in jede Schüssel jeweils 50ml Wasser und vermengt das Mehl in jeder Schüssel zu einem festen, aber formbaren Teig. Er sollte die Konsistenz von Knete haben, dann ist er gut.

Die Farbe des grünen und rosa Teiges mögen jetzt noch blass aussehen, aber nach dem Dämpfen werden sie intensiver. Formt nun aus den Teigen jeweils 3 Bällchen und legt diese in ein Dampfkörbchen aus Bambus. Dieses legt ihr vorher mit Backpapier aus, damit die Dango später nicht kleben bleiben.

Stellt das Dampfkörbchen nun auf eine Pfanne mit Wasser und dämpft die Dango bei mittlerer bis hoher Hitze für 15 Minuten.

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Nach dem Dämpfen sollten die Dango nun recht klebrig sein. Ihre Farbe sollte nun auch intensiver geworden sein.

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Stellt euch ein Gefäß mit Wasser und die Bambusspieße bereit. Wenn die Dango etwas abgekühlt sind könnt ihr diese mit angefeuchteten Fingern auf die Bambusspieße stecken. Wenn eure Händen zu trocken sind, bleiben die Dango daran kleben. Die Reihenfolge ist übrigens von der Spitze: Rot, weiß, grün.

Am besten serviert ihr die Dango wenn sie noch frisch sind. Sie werden schnell fest und lassen sich nicht gut lagern. Vor allem das Dango mit Koshi-An ist besonders zart, schon fast cremig. Matcha oder anderer Grüner Tee passt perfekt dazu.    

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Hier kann man ganz gut erkennen, wie zart der Teig sein sollte. Wer mag kann auch noch etwas Reissirup oder Agavendicksaft über die Dango geben, oder auch den Zucker im Teig ganz weglassen. Wie schon anfangs erklärt sättigen die Dango sehr gut, da sie nur aus Reismehl bestehen.

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Hier noch ein paar Impressionen von den Kirschblüten die zur Zeit bei uns am Bodensee blühen.  

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Ich wünsche euch ein schönes Hanami (Blüten betrachten) und viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts.

Sarah

2 Gedanken zu „Hanami Dango 花見団子

  1. Silvia Moor sagt:

    Liebe Sarah,

    Wieder ein sehr schöner, interessanter und auch farblich stimmiger Artikel! Ich wußte nicht, dass es in Japan eigene Gerichte für die Kirschblüte gibt (obwohl es mich eigentlich nicht erstaunen sollte, gibt es doch in Japan zu fast allem auch das passende Gericht dazu). Danke dafür, auch für die schönen Kirschblüte-Fotos! Liebe Grüße, Silvia

  2. Sarah sagt:

    Liebe Silvia,

    danke dir. Stimmt der Artikel ist diesmal sogar farblich stimmig. Ja, die Japaner haben zu allen Gelegenheiten das passende Gericht parat. 😉 Ich hoffe du kannst die Kirschblüte bei euch auch genießen!

    Liebe Grüße,
    Sarah

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