Castella/Kasutera カステラ

Cas­tel­la ist ein fluffi­ger Kuchen aus Eiern, Mehl und Zucker. Oft wird noch etwas Honig dazu gege­ben. Er schmeckt ähn­lich wie der Teig, den man bei Dora­ya­ki ver­wen­det.  Ursprüng­lich kommt Cas­tel­la übri­gens aus Por­tu­gal. Als die Por­tu­gie­sen im 16. Jahr­hun­dert Japan bereis­ten, brach­ten sie neue Waren mit. Dar­un­ter waren unter ande­rem Feu­er­waf­fen, Tabak und Cas­tel­la. Da sich der Kuchen lan­ge hält, war er für län­ge­re Rei­sen gut geeig­net. Mitt­ler­wei­le gibt es vie­le Varia­tio­nen die­ses Kuchens. Vor allem in Naga­sa­ki ist Cas­tel­la eine Spe­zia­li­tät.

Zuta­ten für einen Kuchen:

  • 6 Eier (Grö­ße L — Raum­tem­pe­ra­tur -wich­tig!-)
  • 200g Zucker
  • 200g Mehl (Typ 550)
  • 80 ml Honig
  • 12 EL war­mes Was­ser

Für die Gla­sur:

  • 1 EL Honig
  • 12 EL war­mes Was­ser
  • Kas­ten­back­form 22x11x7 cm
  • Hand­rühr­ge­rät
  • Back­pa­pier

Anmer­kung: Berei­tet den Kuchen am bes­ten am Vor­tag zu, da er über Nacht (12 Stun­den) im Kühl­schrank ruhen soll­te).

Heizt den Ofen auf 160 Grad Umluft vor.

Als nächs­tes siebt ihr das Mehl zwei­mal durch ein Sieb, damit es schön fein ist und sich spä­ter gut mit den ande­ren Zuta­ten ver­mengt. Nun mixt ihr 80 ml Honig mit 2 12 El war­men Was­ser. Mixt die Flüs­sig­keit mit dem Hand­rühr­ge­rät gut durch bis sich der Honig auf­ge­löst hat (unge­fähr 30 Sekun­den).

Ver­mengt  anschlie­ßend ihr die Eier mit dem Zucker. Dazu  benutzt ihr am bes­ten ein Hand­rühr­ge­rät und rührt die Mas­se 5 Minu­ten auf höchs­ter Stu­fe bis die Mas­se dicker wird und eine gel­be Far­be annimmt. Der Teig soll­te in dick­flüs­si­gen “Schlei­fen” vom Löf­fel fal­len.

Gebt nun die Flüs­sig­keit mit dem Honig hin­zu. Als nächs­tes gebt ihr das Mehl in 3 Schrit­ten hin­zu. Mixt jedes Mal das Mehl min­des­tens 15 Sekun­den mit der Eimas­se bis es sich gut auf­ge­löst hat und kei­ne Klümp­chen ent­ste­hen. Zum Schluss rührt ihr die Mas­se ca. 1 Minu­te wei­ter.

Fet­tet nun eure Kas­ten­form ein. Legt die­se zusätz­lich mit Papier aus. Füllt nun den Teig ein. Er soll­te ca. 80 % eurer Form aus­fül­len. Um die ein­ge­schlos­se­ne Luft zu ent­fer­nen geht ihr mit einem Stäb­chen im Zick­zack durch den Teig. Zusätz­lich lasst  ihr die Form aus kur­zer Höhe mehr­mals  auf den Tisch fal­len.

Ihr wer­det mer­ken wann kei­ne Luft­bla­sen mehr vor­han­den sind. Umso weni­ger Luft ein­ge­schlos­sen ist umso fei­ner wird die Tex­tur des Tei­ges. 😉

Auf dem Mitt­le­ren Rost backt ihr den Cas­tel­la nun 35–40 Minu­ten. Stecht mit einem Holzstäbchen/Zahnstocher in den Teig um zu sehen ob der Teig durch ist. Befin­det sich noch kleb­ri­ger Teig am Zahn­sto­cher müsst ihr den Cas­tel­la wei­ter backen.

Anmer­kung: Die­ses Rezept ist an mei­nen Ofen ange­passt. Es kann sein, dass ihr mit eurem Ofen die Back­zeit anpas­sen müsst.

Mixt nun 1 EL Honig mit 12 El war­men Was­ser bis der Honig sich auf­ge­löst hat. Pin­selt die Ober­sei­te des Kuchens mit dem Sirup ein. Plat­ziert auf eurer Arbeits­plat­te groß­zü­gig Klar­sicht­fo­lie und stürzt den Cas­tel­la vor­sich­tig dar­auf. Er soll­te sich gut aus dem Kas­ten lös­ten. Ent­fernt nun  vor­sich­tig das Back­pa­pier.

Wickelt den Cas­tel­la umge­hend in die Folie und lasst ihn über Nacht (12 Stun­den) ruhen. Um eine beson­ders saf­ti­ge Tex­tur zu erhal­ten lagert ihr den Kuchen kopf­über.

Am nächs­ten Tag ser­viert ihr den Cas­tel­la bei Raum­tem­pe­ra­tur. Schnei­det ihn dazu in dün­ne Stü­cke. Im Kühl­schrank hält sich Cas­tel­la ca. 5 Tage. Im Tief­kühl­fach hält er sich sogar einen Monat. Das Rezept habe ich bei Just One Cook­book gefun­den.

Das Rezept mag etwas auf­wen­dig sein, aber für das Ergeb­nis lohnt es sich alle­mal. Die Tex­tur ist schön saf­tig und fein. Vor allem die Honigno­te gefällt uns sehr gut. Zu Cas­tel­la passt übri­gens Schlag­sah­ne und Erd­bee­ren sehr gut.

Mein Kuchen ist lei­der nicht per­fekt gewor­den. Ich habe ihn etwas zu lan­ge im Ofen gelas­sen. Schaut mal bei Goog­le wie saf­tig Cas­tel­la aus­se­hen kann. Da bekommt man gleich Appe­tit!

Viel Spaß beim nach backen!

Sarah

2 Gedanken zu „Castella/Kasutera カステラ

  1. u sagt:

    Hi,
    ich habe den Cas­tel­la am Wochen­en­de nach­ge­ba­cken und fin­de, dass sich die Zube­rei­tung schwe­rer anhört/liest, als es dann tat­säch­lich ist. Ich hat­te rich­tig Zeit für den Kuchen ein­ge­plant und war doch schnel­ler fer­tig, als gedacht.
    So schön fluffig und lecker. Genau mein Ding. Toll. Das Rezept kommt in mei­ne Samm­lung und wird noch ein­mal geba­cken.
    Jetzt wür­de ich ger­ne eine scho­ko­la­di­ge Vari­an­te pro­bie­ren; habe im Netz aber noch nicht wirk­lich was gefun­den.
    Da ich nur das hal­be Rezept gemacht habe, wer­de ich es mit 80 g Mehl und 20 g Back­ka­kao ver­su­chen. Oder hast du viel­leicht Erfah­rungs­wer­te? LG U

  2. Sarah sagt:

    Hal­lo ,
    dan­ke für dei­nen lie­bes Feed­back! Cool, das du schnel­ler fer­tig gewor­den bist, als gedacht. Ich schrei­be ger­ne aus­führ­li­che Rezep­te, damit das Ergeb­nis spä­ter auch schmeckt. Meis­tens ver­su­che ich mich kurz zu fas­sen, aber das Ergeb­nis ist dann doch etwas län­ger … 🙂
    Ich habe lei­der noch kei­ne Erfah­run­gen mit einer Scho­ko­va­ri­an­te. Viel­leicht wirst du im Ben­to Dai­suki Forum fün­dig. Die Mädels haben schon viel geba­cken und gekocht. Viel­leicht hat einer damit Erfah­run­gen. Ansons­ten ein­fach aus­pro­bie­ren. 😉
    LG Sarah

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