Botamochi 牡丹餅 / Ohagi おはぎ

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Botamochi und Ohagi sind im Prinzip ein uns das selbe: kleine Reiskuchen aus Mochigome (Klebreis). Um den Reis ist eine Schicht aus Tsubu-An oder Koshi-An (süßem Bohnenmus). Es gibt aber auch Variationen mit Sesam, Zunda (aus Edamame Bohnen) oder Kinako (Sojabohnenmehl).

Botamochi werden in Japan am 20./21. März zur Tag-und-Nacht-Gleiche gegessen. Die Japaner feiern die Tage davor und danach das Haru no higan, also den Frühlingsanfang (Haru bedeutet Frühling). Der Name Botamochi leitet sich von Botan, der Pfingstrose ab. Als Pendant wird zum Herbstanfang um die Tage des 22./23. September Aki no higan gefeiert (Aki bedeutet Herbst). Dazu wird Ohagi gegessen. Der Name Ohagi leitet sich von Hagi, dem Buschklee ab.

Für 2 Personen: 

  • 150g Mochigome
  • einen (Bambus)Dämpfer

Je nach Füllung/Sorte:

  • Tsubu-An oder Koshi-An(süßes Bohnenmus)
  • schwarzen Sesam
  • Kinako (Sojabohnenmehl)
  • Für Zunda: ca. 100g Edamame (mit Schale) und etwas Zucker

Hier geht es zum Rezept für selbstgemachtes Tsubu-An.

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Den Mochigome lasst ihr über Nacht in Wasser einweichen. Er sollte dann so weich geworden sein, dass er sich leicht zwischen zwei Fingern zerkrümeln lässt. Nun gibt man den Mochigome in ein Baumwolltuch und klopft mehrmals mit einen Nudelholz (ich habe eine Flasche benutzt) darauf, bis alle Körner grob zerbröselt sind.

Nun muss der Reis gedämpft werden. Nun legt man das Baumwolltuch mit dem Mochigome in einen Dämpfer z. B. aus Edelstahl oder Bambus aus. Der Reis wird nun eine halbe Stunde gedämpft.

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In der Zeit stellt man das Zuckersirup für den Reis und die Hände her. Kocht dazu 50 ml Wasser mit 25 g Zucker auf. Wenn der Reis fertig ist kommt er in den Topf mit dem Zuckersirup. Dort mengt man ihn noch mal durch damit sich alles verteilt. Nun legt man ein Tuch über den Topf und lässt den Reis noch mal 15 Minuten ziehen.

Der Mochigome ist jetzt fertig und und kann auf ein Tablett oder Teller zum auskühlen gegeben werden. Am besten pinselt ihr das Tablett und die Hände mit dem Zuckersirup ein, damit der Reis nicht daran klebt klebt. Nun formt ihr kleine Fladen aus dem Reis. Etwa so groß wie ein Ei.

Für Bota Mochi/Ohagi mit Kinako oder Sesam macht ihr aus den Fladen flache Scheiben und setzt einen Klecks Tsubu-An oder Koshi-An darauf. Schließt den Reis um das Bohnenmus und formt ihn wieder zu einem Ei. Danach wälzt ihr den Reiskuchen in Kinako oder Sesam. Den Sesam zerstoßt ihr vorher mit einem Mörser (Suribachi) damit er schön fein wird.

Für Bota Mochi/Ohagi mit Zunda oder Tsubu-An/Koshi-An formt ihr auch kleine Fladen, so groß wie ein Ei. Diese werden nicht gefüllt.

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Für Zunda An: Wenn ihr tiefgefrorene Edamame habt, kocht ihr sie kurz in heißem Wasser und lasst sie in einem Sieb abkühlen. Wenn ihr Edamame mit Hülse gekauft habt drückt die Bohnen aus der Hülse raus und gebt die Bohnen in einen Mixer. Püriert die Edamame zu einem groben Teig. Süßt ihn nach belieben mit feinen Zucker (2-4 EL).

Das Tsubu-An/Koshi-An oder Zunda kommt außen um den Reisball. Dazu ist es wichtig das, dass Bohnenmus eine nicht zu flüssige Konsistenz hat.

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Ihr könnt zum formen des Reisballs sowie zum auslegen des Tsubu-An/Koshi-An/Zunda an auch Klarsichtfolie verwenden. Als erstes breitet ihr das An auf der Folie aus und legt dann den Reisball darauf.

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Dann schließt ihr die Folie um den Reisball. Wenn der „Rücken“ des Ohagi/Botamochis noch frei ist, verteilt das An etwas bis Das Ohagi/Botamochi komplett mit An bedeckt ist.

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Am besten schmeckt Bota Mochi/Ohagi frisch zubereitet. Ihr könnt sie in Klarsichtfolie aber auch einen Tag an einem kühlen Ort (nicht Kühlschrank) aufbewahren. Um sich nicht die Finger schmutzig zu machen, esst ihr Bota Mochi/Ohagi entweder stilecht mit Wagashi Gabeln (Kuromoji) oder einer Dessertgabel. Dazu passt Grüner Tee (z. B. Genmai-Cha) sehr gut.

Das Rezept habe ich bei Amato von Wagashi Maniac gefunden.

Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen für Botamochi/Ohagi begeistern. Die Zubereitung ist zwar etwas zeitintensiv, aber es lohnt sich. Tsubu-An/Koshi-An kann man zwar auch fertig kaufen, aber für dieses Rezept ist es besser welches selbst herzustellen. Es ist geschmacklich und von der Konsistenz viel besser als gekauftes. 

Sarah

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8 Gedanken zu „Botamochi 牡丹餅 / Ohagi おはぎ

  1. Amatō sagt:
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    Ich freue mich immer, wenn die Rezepte ausprobiert werden, und es schmeckt(?).
    Jetzt mach es nicht so spannend, und sage endlich wie sie geschmeckt haben? 😉
    Mochtest Du es?(ich könnte mich reinlegen..)
    Hoffe, Du fandst es die Mühe Wert.
    Ich friere mir das Anko immer ein, dann ist alles schneller fertig.Mache es an einem anderen Tag, und immer mehr.
    Beides zusammen herstellen,Hut ab, Sarah! Wäre mir fast schon zuviel…
    Dafür hast Du aber alles super frisch, als ob Du es in einem Wagashi Shop in Japan gekauft hättest.:-)

    Die beiden „da unten“ (Hamster?)sind super süß, Deine Gestaltung der Seite gefällt mir wirklich sehr.

  2. Sarah sagt:
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    also ich muss schon sagen, es hat anders geschmeckt als alles was ich zuvor gegessen habe an Süßspeisen. Die Mochis waren so weich, und fast cremig wie du mal sagtest- vor allem die Kinako Bota Mochi haben mir geschmeckt, da ich das Anko in Maßen gerne genieße und ob ich die genossen habe. Eine Freundin hat man nächsten Tag auch gleich probiert und es hat ihr auch geschmeckt! Jeden Tag muss ich Mochi allerdings nicht haben, dann wären sie auch nichts besonderes mehr und außerdem gibt es ja noch mehr Rezepte die ich ausprobieren möchte z.B. Mushi Pan.

    Alles auf einmal her zu stellen hat wirklich ein wenig Koordination erfordert (vor allem mit zwei Herdplatten X-D), aber so war ich insgesamt schneller fertig, habe es parallel versucht, hat geklappt. (^ v ^)

    Hihi, das unten sind keine Hamster, sondern meine zwei Meerschweine. Ich habe auch mal einen Beitrag über sie geschrieben, mit der Suchfunktion oben rechts müsstest du sie finden. (^-°)/

    Danke für das Lob (auch wegen der Mochis ^^) Das Layout der Seite war meine Idee. Mein Freund programmiert sie. Wir machen das Beide auch beruflich (^.^)b

  3. Token sagt:
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    *kreisch* das sieht echt toll aus! 😀 Ich will das auch unbedingt machen und nehme mir das jetzt für Sonntag vor! °_° Ich hoffe es kommt nichts dazwischen! ^_^

  4. Sarah sagt:
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    Na, dann drück ich dir mal die Daumen, passt ja zu Ostern, japanische Oster-ähh Reiskuchen (^v^) Ich finde die Fotos sind nicht sooo gut geworden wie die von dem Tangyuan, da muss ich nächstes mal noch ein wenig dekorieren. Trotzdem danke, freut mich wenn es dir gefällt- ist ja das wichtigste!

  5. Sarah sagt:
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    @Amato, ach ja wegen dem einfrieren: ich habe leider nur einen Mini Kühlschrank ohne Gefrierfach (T_T) …. Studentin halt!

  6. Sarah sagt:
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    Ach, ja noch eine Frage. Ich hatte nämlich ein“nacktes“ Bota Mochi übrig ohne Tsubu-An und das hat herrlich pur nach dem Klebereis geschmeckt. Gibt es so eine Mochi Variante auch? Hat es einen namen? Ist ein „nacktes“ mit Tsubus-An gefülltes Mochigome-Bällchen auch gleich ein Daifuku?

    Ich mag den Mochigome-Geschmack pur – so schon weich und süß. (^-^) – Mmmm!

  7. Sarah sagt:
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    Mhmm, ohne dämpfen geht es glaub ich nicht… eventuell könnte man versuchen Mochigome abgedeckt in der Mikrowelle zu dämpfen, aber ich würde beim original Rezept bleiben. Ein Bambusdämpfer ist aber recht günstig in fast jedem Asialaden zu bekommen. ^^

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