Anmitsu あんみつ

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Anmitsu  ist ein japanisches Dessert das übersetzt „Bohnenmus-Honig“ heißt. Es wird so genannt, weil es neben Eis, Dango, Kanten und Obst auch aus Tsubu-An, also Bohnenmus besteht. Das Ganze wird dann mit Kuromitsu, eine Art Sirup übergossen.

Tsubu-An ist übrigens süßes Bohnenmus aus Adzuki-Bohnen. Man kann es fertig kaufen, aber ich bereite es gerne selber zu. Shiratamko Dango sind kleine süße Reismehlbällchen und Kanten ist ein Dessert ähnlich wie Pudding. Kanten stellt man aus Algenpulver oder Algenflocken, genannt Agar Agar her. Das Wasser geliert durch die enthaltenen Rotalgen ähnlich wie Gelantine.

Für 2 Portionen Anmitsu:

  • Tsubu-An
  • Obst z. B. Erdbeeren, Bananen oder Kiwi
  • 25g Shiratamako für Dango
  • 1/2 EL Zucker für Dango
  • 20ml Wasser für Dango
  • 1/2 TL Agar Agar für Kanten
  • 200ml Wasser für Kanten
  • 20g Zucker für die Kanten

Für Kuromitsu:

  • 80g Vollrohrzucker
  • 50g normalen Zucker
  • 170ml Wasser

Ich habe für mein Anmitsu Matcha Eis verwendet das ich mit Eiszauber selber gemacht habe. Ich habe ca. 3-4 TL Matcha dafür verwendet. Da es sehr stark nach Grüntee schmeckte, reichen aber auch 2 Tl Matcha aus. In die Kanten habe ich auch 2 TL Matcha gegeben. Ihr könnt für die Kanten den Matcha, aber auch weglassen und auch anderes Eis verwenden. Erdbeereis oder anderes Fruchteis kann ich mir sehr gut vorstellen.

Für die Kanten gibt man das Agar Agar und den Zucker in Wasser uns kocht das ganze kurz auf. Rührt es so lange bis sich das Agar Agar aufgelöst hat. Ggf. könnt ihr auch Matcha hinzugeben. Löst dazu 2 TL Matcha am besten vorher mit etwas heißem Wasser auf, so das sich keine Klümpchen bilden und gebt den Matcha dann hinzu und rührt alles gut um. Gebt die Flüssigkeit dann in eine rechteckige Form z. B eine Frischhaltebox und lasst die Kanten 2-3 Stunden im Kühlschrank erstarren. Schneidet die Kanten danach in kleine Würfel.

Nun zu den Dango. Vermischt das Shiratamko mit dem Zucker und gebt schrittweise die 20 ml Wasser hinzu. Formt aus dem Teig kleien Kugeln. Gebt diese in kochendes Wasser. Passt auf das sie nicht am Topfboden kleben bleiben. Wenn sie oben schwimmen sind sie fertig und können mit kalten Wasser abgeschreckt werden. Wenn ihr die Dango nicht sofort weiterverarbeiten wollte könnt ihr sie auch für ein paar Stunden in Zuckerwasser legen, damit sie nicht trocken werden. Sind sie es doch geworden, kocht sie noch einmal kurz auf.

Für das Kuromitsu gebt ihr den Vollrohrzucker und den normalen Zucker in einen Topf mit 170 ml Wasser und bringt alles bei mittlerer Hitze zum kochen. Lasst das ganz noch 30 Minuten bei niedriger Hitze weiter köcheln und rührt alles gelegentlich um. Lasst den Sirup abkühlen. Aufbewahren könnt ihr das Kuromitsu in einem luftdichtem Glas an einem kühlen Ort, aber bitte nicht im Kühlschrank. Er hält sich mehrere Wochen. Kuromitsu heißt übrigens schwarzer Honig, wegen seiner dunklen Farbe, die es durch den Vollrohrzucker bekommt. Vollrohrzucker bekommt ihr z. B. im Biomarkt oder tegut.

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Als erstes gebt ihr die kleingeschnittenen Kantenwürfel in eine Schale. Danach gebt ihr die Früchte und die Dango hinzu, sowie einen EL Anko. Zum Schluss gebt ihr das Eis hinzu und übergießt alles mit dem Kuromitsu. Das Rezept für Anmitsu habe ich von Bento Daisuki bzw. Satsuki von Erdbeerkirsch. Das Rezept für das Kuromitsu ist von mir.

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Anmitsu ist vor allem im Sommer eine erfrischende Nachspeise durch das Eis und die gekühlten Kanten. Es schmeckt fruchtig süß und ist nicht zu schwer und nebenbei auch noch Vegan wenn man das Eis mit Sojamilch oder Mandelmilch herstellt. Zwar ist die Zubereitung etwas aufwendig, aber es schmeckt wirklich sehr gut! Das Kuromitsu könnt ihr auch für andere Rezepte z. B. Shingen Mochi oder als Sirup für Pfannkuchen verwenden.

Sarah

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7 Gedanken zu „Anmitsu あんみつ

  1. Sarah sagt:
    Avatar

    Mein zweiter Allesfresser hat eine Mini Version des Anmitsu bekommen. Ich habe es tatsächlich erstmal für mich getestet.
    Ja, ich habe den Kirsch-Bananen-Käsekuchen gemacht! Er war echt lecker und wird am 8. Oktober veröffentlicht. 🙂

  2. LEVI sagt:
    Avatar

    Sie führen einen schön gestalteten Block; ich interessiere mich sehr für die japanische Küche.
    Eine Frage zu dem Dessert: Kommt in den Kanten gar kein Zucker/Sirup rein?! Ich kam nämlich auf den Gedanken, das sei so etwas wie unsere Götterspeise… Freue mich über eine Antwort LG

  3. Sarah sagt:
    Avatar

    Hallo Levi, das freut mich sehr, dass Ihnen mein Blog gefällt! In Zukunft wird es noch viele weitere japanische Rezepte hier geben z. B. Oden, Nikijaga und Ramen. Also vor allem auch die Klassiker der japanischen Küche. Da habe ich mich noch nicht komplett durch gekocht. Aber auch über die Kultur (Bräuche (Neujahr), Feste, Kimono …) interessieren mich.
    Zu ihrer Frage: ich hatte tatsächlich vergessen im Rezept zu erwähnen, dass Zucker in die Kanten kommt. In den Zutaten habe ich den Zucker allerdings aufgelistet. Im Rezept habe ich es jetzt verbessert. Sie können ca. 20g Zucker auf 200ml Wasser geben zusammen mit dem Agar Agar. Je nach Geschmack können sie auch mehr oder weniger verwenden. Kanten sie so ähnlich wie Wackelpudding, aber die Konsistenz ist doch ein bisschen anders. Fest, aber seidig zart würde ich sagen. Beim Purin Rezept gibt es ein Foto wo man die Konsistenz ganz gut erahnen kann.

    http://www.bento-und-mehr.de/7133/purin-%E3%83%97%E3%83%AA%E3%83%B3/

    Es ist so ähnlich wie Seidentofu, aber fester. Je nach Kanten-Menge. Ich hoffe ich konnte weiter helfen. Wenn Sie noch Fragen haben, fragen Sie gerne. ich versuche immer zeitnah zu antworten. 🙂

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